Hallo, ich bin Tobi und blogge hier über Bücher und alles rund um Literatur.

„Verstellung, worin auch immer, kann den klügsten, scharfsichtigsten Menschen täuschen; aber selbst das beschränkteste Kind wird, mag sie noch so geschickt verborgen sein, sie erkennen und sich abwenden.“

Lew Tolstoi ~ Anna Karenina

Lew Tolstoi, Anna Karenina

Dieses Buch ist aus meiner Sicht ein echter Geheimtipp. Der Inhalt lässt erst einmal ein Horror bzw. Thriller Setting erwarten. Dem ist aber nicht so. Vielmehr entführt der Autor den Leser auf eine verlassene und arktisch wirkende Insel. Ich liebe den Norden und auch die Skandinavischen Länder und konnte mich so schnell einfühlen und mir die kleine Insel mit dem Leuchtturm und dem kleinen Wetterbeobachterhäuschen leicht vorstellen. Auch der blaue Himmel und das Meer sind allgegenwärtig und geben der Geschichte etwas fremdes und vertrautes zugleich.

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Ich weiß nicht mehr so recht, warum ich mir das Buch geholt hatte. Irgendwie fällt es ja in diese Kategorie Frauenromane und damit wurde der Markt die letzten Jahre ja ordentlich gespült. Ziemlich kommerziell ist es dazu, aber ich liebe die Abwechslung, also kommt auch mal so ein Buch mit in die Tasche für die lange S-Bahnfahrt. Eigentlich ist das Schema für diese Geschichten immer gleich: Frau erlebt Schicksalsschlag, Frau flieht irgendwie an einen ruhigen Ort (meistens in Cornwall oder so eine landschaftlich geschmeidige Urlaubsecke), Frau findet in alten, verlassenen Haus ein Brief/Tagebuch/Weißdergeierwas, Frau macht sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit und findet neben viel Schmalze natürlich ihren Mr. Perfekt.
Ok, ich übertreibe. Das Orchideenhaus fällt wohl auch ein wenig in dieses Muster, kommt aber mit einer authentischen und schön ausgestalteten Geschichte daher. Riley schafft es immer wieder zu überraschen und zeichnet dabei interessante, wenn auch ein wenig zu einfach geschnitzte Charaktere.

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Das Buch ist das erste von Norfolk, das ich gelesen habe. Manchmal gibt es das, dass man beim Stöbern im Buchladen immer wieder ein Buch in die Hand nimmt. Erst wenn man dann den Inhalt liest, fällt einen auf, das man es schon einige Mal angesehen hatte. Irgendwann habe ich es dann einfach gekauft, auch wenn mich das Thema Küche und Kochen nicht besonders interessiert. Aber ganz ehrlich: Das spielt bei diesem Buch auch echt keine Rolle, denn diese Sätze, diese schönen Formulierungen, dieses Feingefühl für Nuancen in der Sprache, aber besonders auch in der Art Sinneseindrücke zu beschreiben, ist einfach fantastisch.Norfolk beschreibt zuerst die Kindheit von John, wie er die Liebe zum Kochen und für die vielen Gerüche der Welt entwickelt. Manchmal übertreiben Autoren ja maßlos und beschreiben eine übermäßig grausame und rücksichtslose Gesellschaft. Auch wenn Norfolk ein durchaus realistisches Bild des 17. Jahrhunderts zeichnet, ist es nicht schwarz oder weiß. Vielmehr kann man sich sehr gut vorstellen, dass es damals ungefähr so war.

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Ich lese mehrteilige Romane eigentlich immer erst, wenn der letzte Band herausgekommen ist. Eine Trilogie komplett, ohne Wartezeiten zu lesen ist was echt feines. Bei den drei Büchern „Magierdämmerung“ hatte ich genau das Vergnügen. Protagonist der Geschichte ist der Reporter Jonathan Kentham, der durch einen Zufall in die Welt der Magie hinein stolpert. In London gibt es, gut versteckt und im geheimen verborgen, eine Magiergilde. Während der Öffentlichkeit die Magier völlig unbekannt sind, fungieren die Magier einen Gegenpol zu den Magieorganisationen der anderen Länder.

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