Ich lese mehrteilige Romane eigentlich immer erst, wenn der letzte Band herausgekommen ist. Eine Trilogie komplett, ohne Wartezeiten zu lesen ist was echt feines. Bei den drei Büchern „Magierdämmerung“ hatte ich genau das Vergnügen. Protagonist der Geschichte ist der Reporter Jonathan Kentham, der durch einen Zufall in die Welt der Magie hinein stolpert. In London gibt es, gut versteckt und im geheimen verborgen, eine Magiergilde. Während der Öffentlichkeit die Magier völlig unbekannt sind, fungieren die Magier einen Gegenpol zu den Magieorganisationen der anderen Länder.

Der Auftakt der Geschichte im ersten Band fand ich ein wenig anstrengend, weil der Autor mehrere Handlungsstränge eröffnet. So bekommt man ständig neue Personen präsentiert und tut sich erstmal schwer, sich in die Geschichte einzufinden. Dieser erste Eindruck legt sich aber sehr schnell und rasch ist man in der Story gefangen. Ich fand den Schreibstil zwar einfach, aber sehr lebendig und anschaulich. Jonathan, aber auch die anderen Figuren wie Jupiter Holmes, Randolph der Kutscher oder in den späteren Teilen dann auch die Italienerin Diodato wirken sehr authentisch und echt. Jede versprüht ihren eigenen Charme und man konnte sich auch sehr schön in den gemeinsamen Zusammenhalt und die Beziehung zwischen den Charakteren einfühlen.

Ich habe mir die Bücher geholt, weil ich Lust auf das Steampunk Genre und die besondere Stimmung hatte, welche die Elemente der viktorianischen Zeit, gepaart mit Magie mit sich bringt. Diesen Flair zu versprühen ist Perplies durchaus gelungen und es macht großen Spaß in diese stimmungsvolle Welt einzutauchen. Auch die Art Magie darzustellen (als Fäden, welche die Welt durchziehen), wirken ein bisschen wie aus einem Computerspiel. Gerade das passt aber auch sehr gut. Die Story beginnt mit einem Unterseeboot, das der Nautilus von Jules Verne entspricht und da schafft es Perplies tatsächlich kurz die Stimmung aus Vernes Buch heraufzubeschwören.

Spannungsbögen sind in den Büchern deutlich zu finden und es gibt kaum Stellen, die langweilig oder langatmig sind. Besonders originell ist die Story nicht, das muss sie auch nicht, denn verschiedene Elemente werden geschickt vereint und in eine bunte Geschichte verpackt. Die Bücher sind angereichert mit Action-Szenen, die man sich auch sehr gut vorstellen kann. Das macht schon sehr viel Spaß und durch die bildhafte Sprache ist das Lesen dieser Bücher manchmal eher so, als würde man sich einen Film ansehen. Perfekt, kann ich dazu nur sagen.

Fazit: Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, die Bücher zu lesen. So richtig emotional berührt hat mich die Story aber nicht, auch wenn sie sehr spannend und actionreich war und ich es sicher nicht bereut habe, die Bücher zu lesen. Ein bisschen Schmonzette hätte schon sein können, dennoch definitiv eine Empfehlung.

Wertung in Sternen

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Über das Buch

magierdaemmerungTitel: Für die Krone (Teil 1), Gegen die Zeit (Teil 2), In den Abgrund (Teil 3)
Autor: Bernd Perplies
Verlag: Egmont LYX
Erschienen: 6. September 2010 (Teil 1), 11. Februar 2011 (Teil 2), 8. September 2011 (Teil 3)

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verfasst von Tobi

    1 Kommentar

  1. Lisibooks 5. November 2015 at 21:11 Antworten

    Hey,
    die Reihe habe ich auch gelesen und kann mich deiner Rezension voll anschließen. 🙂
    Liebe Grüße
    Lisi

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