Etwas, dass ich immer interessant finde, ist die Frage nach dem Drumherum. Sich in ein Buch zu vertiefen ist eine Sache, der Rahmen in dem das stattfindet eine andere. Eine, die nicht unerheblich ist, denn unbewusst ist man dennoch aufmerksam und wird durch das beeinflusst, was um einen herum passiert.

Ein wichtiges Element beim Lesen sind daher die Umgebungsgeräusche. Gequatsche lenkt mich ab und nervt. Da ich viel in der S-Bahn lese, habe ich immer meinen geschlossenen Kopfhörer dabei und übertöne störende Geräusche. Meistens mit Orchestermusik, Soundtracks und Klassik. Wenn die Musik dann zur Geschichte passt, ist das eine wunderbare Ergänzung.

Zuhause sieht das bei mir anders aus. Da hab ich mein Grammophon, dass ihr auf dem Bild oben bewundern könnt.

Es ist ein Koffergrammophon Electrola 101 original aus den 30er Jahren. Es ist schon wurmstichig, an einer Seite geklebt und an einigen Stellen abgenutzt. Das gute Stück hab ich bei eBay ersteigert und der Federmotor war noch in Originalzustand. Damals hat man ein Fett verwendet, dass mit den Jahren total verharzt ist. Sprich das Grammophon musste erstmal auseinander genommen und gereinigt werden. Jetzt ist der Federmotor mit teilsynthetischem Öl geschmiert und läuft wieder ohne Probleme. Ich liebe den Klang von Schellackplatten und wenn man so den Swing der 30er Jahre lauscht, dann ist das schon ein ganz besonderer Genuss.

Ich habe euch das gute Stück mal in Aktion auf Vimeo gepackt. Zu hören ist You won’t be statisfied gespielt von Les Brown and his Orchestra und gesungen von Doris Day:

Tja, beim Lesen höre ich nie Grammophon, denn nach jeder Seite muss man das gute Stück wieder aufziehen und zudem ist es trotz leiser Nadeln noch sehr laut. Aber ich wollte schon immer mal über mein Grammophon schreiben, weil ich es einfach liebe. Wenn ich Zuhause lese, dann mag ich es ganz still. So kann ich mich zu hundert Prozent auf die Geschichte konzentrieren und dann bekommt das Lesen auch eine entspannende Wirkung. Denn so richtig leise ist es nur selten um einen herum.

Wie sieht es bei euch aus? Lest ihr gerne mit Musik? Stört es euch wenn andere Leute neben euch quatschen? Oder mögt ihr es, wie ich, am liebsten ganz still?

verfasst von Tobi

    5 Kommentare

  1. Saskia 25. Januar 2015 at 12:43 Antworten

    Hi Tobi,

    wie cool ist das denn! Dein Grammophon ist ja schon ein echtes Stück Geschichte!

    Ich mag’s beim Lesen auch still. Gequatsche, Fernseher und auch Musik lenken mich schnell ab. Bei der Musik kommt es allerdings auch immer auf das Genre an – Klassik geht noch, allerdings muss die Musik dann auch zum Buch passen, damit sie mich nicht stört.

    Liebe Grüße

    Saskia

    • tobi 25. Januar 2015 at 20:05 Antworten

      Hi Saskia,

      so ein Grammophon ist schon echt ein Blick in die Vergangenheit. Aber das Teil läuft noch einwandfrei, während mein iPod nach drei Jahren rumliegen keinen Mucks mehr von sich gibt.

      Da hast du recht, wenn Musik und Buch nicht zusammen passen, dann ists echt egal welches Genre man hört. Dann stört das immer.

      Liebe Grüße
      Tobi

  2. Bröselchen 25. Januar 2015 at 16:12 Antworten

    Lieber Tobi,
    hier bin ich nun, wie versprochen 🙂 Es ist schön, einen neuen Buchblogger bei seinen ersten Schritten zu begleiten. Deine Bilder gefallen mir richtig gut, weshalb es für mich persönlich (ich mags ja gern bunter 😉 ), okay ist, dass dein Blog relativ neutral ist. Man sieht, dass du gern fotografierst, du hast den Blick dafür.
    Mach weiter so, unsere Wege werden sich noch öfter im WWW oder dann im real life kreuzen.
    Herzliche Grüße aus der Nähe von Nürnberg,
    Daniela, das Bröselchen ^_^

    • tobi 25. Januar 2015 at 19:39 Antworten

      Huhu Daniela,

      schön, dass du vorbei schaust. Minimalistisch und aufgeräumt mag ich sehr gerne, das stimmt.

      Ist schon ein Event in Real Life in Planung?

      Liebe Grüße und dank für deinen Besuch, das freut mich echt!
      Tobi

  3. Verena 25. Januar 2015 at 18:29 Antworten

    Schickes Teil! (und schöne Tischdeko. Darf ich bei dir einziehen? :D)

    Ich höre beim Lesen fast nie Musik, weil mich das zu sehr ablenkt. Nur im Bus oder Zug, wenn es um mich herum zu laut ist, stecke ich die Kopfhörer ins Ohr. Aber in den meisten Fällen lege ich dann das Buch oder Kindle weg.

    Achso, das Video wird nicht abgespielt wegen „Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar, da es Musik von SME enthalten könnte, über deren Verwendung wir uns mit der GEMA bisher nicht einigen konnten.“

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