Natürlich lese ich so einige andere Buchblogs und starte auch immer mal wieder einen Streifzug durch die Blogosphäre. Auf die Weise habe ich schon einige gute Bücher entdeckt und es lohnt sich immer wieder einen kleinen Rundgang zu starten. Interessant finde ich es dabei zu sehen, wie andere mit ihren Rezensionen umgehen, worüber auf welche Art und Weise geschrieben wird und wie die Texte strukturiert sind. Das ist besonders bei Büchern aufschlussreich, die man selbst gelesen hat. Die Meinung ist da oft zweitrangig, vielmehr ist das Wie interessant.

Dem Leser ein Buch vorzustellen und dabei einen umfassenden Einblick und eine Vorschau zu geben ist nicht so einfach. Dabei nicht zu viel vom Inhalt preis zu geben ist aus meiner Sicht bei einigen Büchern ein sehr schwieriges Unterfangen. Bei einigen Blogs fällt auf, dass der Inhalt nacherzählt wird und das vereinzelt in einem Umfang, der drei Viertel des Buches umfasst. Das fällt bei mir schon sehr unter Spoilern, selbst wenn die abschließende Pointer oder das Ende nicht verraten wird. Es ist klar, dass man einen kleinen Einblick darin gibt, was sich in dem Buch zuträgt, anders geht es nicht. Aber viel wichtiger ist es, einen Eindruck vom Stil, vom Tempo der Geschichte, vom Spannungsverlauf, der Sprache und allen voran der gesamten Stimmung zu geben.

In diesem Blog achte ich sehr genau darauf nichts zu verraten. Für die Gesamtbetrachtung eines Buches ist das auch nicht notwendig. Bei Klassiker habe ich den Eindruck, dass sowohl Verlage, als auch Leser nicht groß zögern und das Ende sogar im Klappentext verraten (beispielsweise Effi Briest vom dtv Verlag). Den Vogel hat für mich der Rowohlt Verlag mit „Der alte Mann und das Meer“ von Hemingway abgeschossen. Das vorangestellte Vorwort enthält eine komplette Zusammenfassung der Handlung und zwar so kaschiert, dass man das nicht sofort bemerkt. Ganz klar, Klassiker werden oft als Lektüre in Schule und Studium gelesen, die Inhalte sind auch oft von vornherein bekannt. Dennoch gibt es auch Leser, die diese Bücher zum Genuss lesen und völlig unvoreingenommen die Geschichte genießen wollen. Ich für meinen Teil lese keine Vorworte mehr und verzichte manchmal auch auf die gesamte Lektüre des Klappentextes. Wenn Autor, Epoche und das grobe Setting passt, ist das tatsächlich kein Problem.

Wie ist hier eure Wahrnehmung? Bin ich zu empfindlich? Wie macht ihr das mit euren Rezensionen? Enthalten sie Spoiler, die ihr speziell markiert bzw. erst nach einem Klick anzeigt? Hat schon einmal ein anderer Blogger oder Kommentator euch die Lektüre vermiest?

verfasst von Tobi

    35 Kommentare

  1. Sabrina 22. April 2016 at 16:31 Antworten

    Uih, das ist spanned! Ich lese auch gern die Rezensionen auf anderen Blogs und schaue, wie die Beiträge aufgebaut sind. Ich selbst verrate das Ende nicht, obwohl meine Beiträge ja die Eltern lesen und nicht die Kleinen, denen die meisten Geschichten vorgelesen werden. Wenn ich selbst nach Buchtipps stöbere, stört es mich, ehrlich gesagt, enorm, wenn mir jemand das Ende schon verrät. Da bin ich dann auch empfindlich 😉 Aber sicherlich hat jeder seine ganz eigene Herangehensweise an Rezensionen…

  2. Tintenelfe 22. April 2016 at 17:05 Antworten

    Ich bin ziemlich empfindlich, was Spoiler betrifft und halte mir beim Bücherstammtisch auch schon mal die Ohren zu. In meinen Rezis versuche ich, möglichst wenig zu verraten, was eine Inhaltsangabe manchmal schwierig macht. Vielleicht mit ein Grund, warum ich eher zu kurzen Rezensionen neige.
    Zu einem Buch habe ich tatsächlich mal eine Spoilerseite eingerichtet, weil ich mich so gern über die unsinnigen Verhaltensweisen der Figuren auslassen wollte.

    Viele Grüße
    Mona

    • Tobi 23. April 2016 at 22:47 Antworten

      Liebe Mona,

      ich halte die Inhaltsangabe auch immer recht knapp und die wird dann eher ein neuer Klappentext. Meine Rezensionen bekommen doch immer eine ganz gute Länge, weil sich dann meistens doch ziemlich viel um die Story, den Stil, den Ursprung des Textes und den Autoren sagen lässt, dass aus meiner Sicht einen ganz guten Einblick in das Buch gibt.

      Eine Spoilerseite ist eine ganz gute Idee. Ich kenne das, wenn man zu einem Buch und den Charakteren irgendwie mehr sagen möchte, aber auch niemand die Freude an der Lektüre vermiesen will. Eigentlich müsste man so etwas wie eine Buchdiskussion machen, für alle, die ein Buch bereits gelesen haben. Eigentlich eine coole Idee.

      Liebe Grüße
      Tobi

  3. Nadine 22. April 2016 at 17:25 Antworten

    Huhu,

    ich lese auch sehr gerne Rezensionen auf anderen Blogs, weil ich finde das man so viele tolle Bücher entdecken kann.
    Ich selber versuche so gut wie es geht, nicht zu viel zu verraten. Manchmal fällt mir das auch echt schwer, vor allem wenn mich das Buch sehr aufgewühlt hat. Aber ich will ja auch nur neugierig machen und andere selber lesen lassen bzw. ich hoffe das ich nicht zu viel verrate. Aber das ist ja auch immer eine Ansichtssache.

    Liebe Grüße Nadine

    • Tobi 23. April 2016 at 22:48 Antworten

      Liebe Nadine,

      das stimmt, manchmal bewegt einen ein Buch und dann würde man gerne mehr schreiben. Aber ich finde, dass man oft schon einfließen lassen kann, was und wie einen eine Geschichte berührt hat, ohne zu viel zu verraten. Aber eine Gratwanderung ist das immer, da hast du recht.

      Liebe Grüße
      Tobi

  4. Fräulein Fliege 22. April 2016 at 18:23 Antworten

    In Blogrezensionen habe ich das auch schon gesehen, am schlimmsten fand ich es allerdings beim Buch „Paper Towns“ (im dt. Margos Spuren) von John Green. Hierzu gab es auf Spiegel Online einen Artikel über nicht existierende Städte, die früher nur als Kopierschutz von den Kartographen in Karten eingefügt wurden. Der Autor hat auch bewusst auf das Buch verwiesen, sich sogar auf dessen Spuren begeben und mitten im Artikel verraten, was aus Margo geworden ist. Das sei zwar nicht das wirkliche Ende des Buches, aber eben doch ein riesiger Aspekt davon. Seitdem liegt das Buch ungelesen bei mir daheim. Die Spannung ist einfach dahin. Daher bevorzuge ich auch kurze Rezensionen, die mir was über Stil und Stimmung verraten und das wars. Den Rest will ich selbst entdecken.

    • Tobi 23. April 2016 at 22:50 Antworten

      Bei Rezensionen bei Zeitungen pass ich auch echt auf. Die neigen auch sehr zum Spoilern. Die Erfahrung hab ich auch schon einige Male gemacht und mir geht es dann wie dir und ich hab dann einfach keine Lust mehr auf das Buch. Sowas kann ich nicht verstehen. Für mich sind solche Artikel dann immer etwas als Nachbetrachtung und auch interessant zum Vergleich, was die über ein Buch schreiben, gegenüber meine Rezension.

      Liebe Grüße
      Tobi

  5. Jule 22. April 2016 at 18:45 Antworten

    Hallo Tobi,

    ich verrate eigentlich nie das Ende eines Buches in meinen Rezensionen. Das fällt mir auch gar nicht schwer, da meiner Meinung nach eine Inhaltsangabe einen nicht zu großen Raum in einer Rezension einnehmen sollte. Manchmal zeige ich Tendenzen auf, in die sich eine Figur entwickeln könnte, aber auch das halte ich immer sehr vage. Ich finde nämlich auch, dass der Lesegenuss flöten geht, sobald ich schon weiß, wie das Buch ausgeht. Wer gern spoilern möchte in seinen oder ihren Rezensionen, kann dies einfach markieren und die Lesenden können selbst entscheiden, ob sie sich überraschen lassen wollen oder nicht. Allerdings muss ich sagen, dass mir so etwas noch gar nicht aufgefallen ist in anderen Blogs. Das Ende eines Buches sagt doch auch nicht viel über die restliche Lektüre aus.

    Liebe Grüße
    Jule

  6. Ramona 22. April 2016 at 19:12 Antworten

    Hallo Tobi,

    mir geht es da ganz ähnlich.
    Spoiler sind in Rezensionen nie ganz zu vermeiden, da schließe ich mich auch nicht aus, allerdings sollte man einen guten Mittelweg finden. Das ist das Interessante am Rezensieren. Man sollte die Lust auf das Buch schüren.

    Ich selbst habe noch nie einen Spoiler gelesen, der mir das Lesen verdorben hätte. Zu einer meiner Lieblingsreihen gab es jedoch eine Rezi, die schon im ersten Satz DIE überraschende Wendung des Buches preisgibt. Hätte ich das vorher gesehen, wäre ich an die Decke gegangen.
    Zu „Mr. Ironheart“, einem meiner absoluten Lieblingsbücher, wurde eine Rezi verfasst, die den kompletten Inhalt chronologisch widergibt. Das ist mies.

    Spoilern ist okay, wenn man eine Warnung an den Anfang einer Rezension hängt, alles andere ist den anderen Lesern gegenüber unfair.

    Liebe Grüße
    Ramona

    • Tobi 23. April 2016 at 22:52 Antworten

      Liebe Ramona,

      das ist natürlich schon übel, wenn eine überraschende Wendung verraten wird. Ich kann das nicht verstehen und eigentlich sollte den Bloggern klar sein, dass sie so Leser verlieren. Also ich besuche Blogs, die spoilern nie wieder, auch nicht nach der Lektüre von einem Buch. Mit einer Warnung fände ich das auch ok.

      Liebe Grüße
      Tobi

  7. Verena 22. April 2016 at 19:42 Antworten

    Ich glaube, dass ich bei älteren Rezensionen durchaus mal gespoilert habe. Aber eigentlich weiß ich auch gar nicht, wie man nun eine Rezension schreibt. Immerhin versuche ich nun, auf Spoiler zu verzichten. 😉 Es geht schließlich nicht um die Analyse eines Romans, sondern um… naja, eine Rezension eben.

    • Tobi 23. April 2016 at 22:54 Antworten

      Liebe Verena,

      ich glaube nicht, dass es ein Rezept gibt um Rezensionen zu schreiben und man das grundsätzlich richtig oder falsch machen kann. Aber eine wichtige Wendung oder einen großen Teil der Handlung zu verraten gehört glaub ich nicht zu einer gelungenen Rezension. Sie soll ja ein Buch vorstellen und nicht analysieren, das seh ich wie du.

      Liebe Grüße
      Tobi

  8. El Ma 22. April 2016 at 19:50 Antworten

    Hi Tobi,
    ich mag keine Spoiler und versuche sie so weit wie möglich auch selbst zu umgehen (wobei ich bei Romanzen schon gerne weiß, ob es in dem jeweiligen Buch ein HE gibt). Oft lässt es sich nicht ganz vermeiden, dass man ein bisschen was aus dem Buch verrät, ganze Handlungsstränge nachzuerzählen geht mMn aber gar nicht.
    Allerdings und das muss ich dazu sagen, sind meine Rezensionen eh nicht nach der gewünschten „Norm“ einiger Verlage aufgebaut, dafür bin ich viel zu emotional dabei. Rein sachliche, rationale Buchbesprechungen wecken aber auch bei mir nicht oft das Verlangen ein Buch haben zu wollen, auch wenn alles wichtige inkl. mehr oder weniger Spoiler enthalten sind.
    Mich muss eine Rezi neugierig auf das Buch machen, sprich lebendig sein – Spoiler gehören nicht dazu.
    LG El

  9. Mellis Buchleben 22. April 2016 at 20:58 Antworten

    Hey Tobi,

    interessanter Beitrag 🙂
    Ich spoilere nie in Rezensionen, achte immer auf Formulierungen etc. um nicht zu viel zu verraten. Meine Rezensionen sind kürzer als die auf vielen anderen Blogs, aber ich mag es so. Für mich muss eine Rezension kurz und knackig das Wichtigste widerspiegeln von dem, was ich beim Lesen empfunden habe. Ich mag ganz lange Rezensionen einfach nicht. Den Inhalt fasse ich meist in eigenen Worten zusammen, aber nur in ca. drei Sätzen.
    Rezensionen sollen meiner Meinung nach auch neugierig machen auf das Buch und nicht schon alles vorwegnehmen.
    Spoiler (z. B. in Klappentexten) führen bei mir dazu, das Buch gar nicht erst zu lesen. Früher habe ich nach Klappentext gekauft, heute suche ich Buchempfehlungen auf anderen Blogs etc. Klappentexte lese ich auch nicht mehr. Vorworte lese ich meistens, hatte da aber bisher Glück mit spoilerfreien Texten.
    Liebe Grüße Melli

  10. Giv. 22. April 2016 at 21:26 Antworten

    Hallo Tobi,
    ich verstehe vollkommen was du meinst, obwohl ich gestehen muss, dass ich sicherlich auch das ein oder andere Mal unbeabsichtigt gespoilert habe. Im Gegensatz zu den meisten Kommentatoren hier, bin ich ein großer Fan von ausführlichen Rezensionen, die einen umfassenden Einblick in das Werk geben. Gerne lese ich auch Inhaltsangaben – diese sollten allerdings präzise und auf den Punkt gebracht sein und keine unerwarteten Wendung oder das Ende verraten. Was ich dabei verabscheue sind Sätze wie „Aber das müsst ihr schon selbst lesen“ oder „Mehr möchte ich hier gar nicht erzählen, das lest schön selbst“ – Für mich meist der Vorbote eines Spoilers. Falls das Sinn macht.
    Was beim Lesen deines Artikels und der Kommentare unglaublich an mich genagt hat, ist denn die Frage, wie denn nun eine vernünftige Rezension sein sollte. Ich bin mir sicher, dass wir uns einig sind, wenn ich behaupte, dass nicht alle Rezensionen „qualitativ hochwertige und gute“ Artikel sind und auch nicht immer ihren Job erfüllen. Mich würde brennend interessieren, welche Aspekte im groben Allgemeinen für eine hilfreiche Rezension von Bedeutung sind und über was man sich eventuell noch streiten oder auch austauschen könnte.
    Liebe Grüße und schönes Wochenende!

    • Sayuri 23. April 2016 at 0:13 Antworten

      Oh, die Sätze nutze ich oft, aber ohne irgendwie auf die handlung einzugehen. Sondern eher. „Mehr mag ich nciht erzählen, denn ihr sollt ja noch selber lesen“ Also eher das neugierig machen. So hab ich das immer empfunden.

    • Tobi 23. April 2016 at 22:59 Antworten

      Ich glaube nicht, dass es ein Patentrezept für eine gute oder vernünftige Rezension gibt. Immerhin ist das ja schon etwas persönliches und stellt den eigenen Eindruck von einem Buch dar. Ich versuche einen kurzen Einblick in den Inhalt zu geben, schreibe wie das Buch von Stil, Stimmung und den Charakteren auf mich gewirkt hat, wie das Buch sprachlich ist und wie es optisch wirkt. Manchmal schreibe ich auch etwas zur Entstehungsgeschichte des Buches oder dem Autoren. Das ist schon eine Menge und erlaubt einiges an Einblick und dabei entsteht oft eine eher ausführliche Rezension. Und da kommt man meiner Ansicht nach leicht ohne Spoiler aus und kann trotzdem ein gutes Bild von einem Buch zeichnen und Interesse wecken. Aber das macht auch jeder anders und für viele ist das eigene emotionale Erleben ganz wichtig. Ich glaube dann ist es nicht mehr so leicht entscheidende Wendungen auszublenden.

      Liebe Grüße und auch dir ein schönes Wochenende
      Tobi

  11. BuecherFaehe 22. April 2016 at 23:17 Antworten

    Lieber Tobi,

    Spoiler sind der Grund, warum ich Rezensionen zu Büchern, die ich in naher Zukunft lesen will, eher meide. Ja, ich gehöre zu der Sorte Bloggerinnen, die Rezensionen gerne hinterher lesen. Außer es handelt sich um Bücher, die mir kein Begriff sind, dann macht das nichts. Die kann ich auch so lesen.
    Jedenfalls ist es wirklich schwer, nicht zu spoilern. Ich versuche es in meinen Rezensionen zu vermeiden und glaube, das klappt ganz gut. Aber 100%ig weiß ich das nicht, dazu bräuchte ich die Einschätzung anderer. Wenn Spoiler enthalten sind, kennzeichne ich das aber immer (sofern es mir auffällt und/oder ich es bewusst mache).
    Komplette Nacherzählungen mag ich auch nicht – ich möchte selbst erfahren, was passiert und will daher nicht, dass der Rezensent mir das Erleben vorwegnimmt.

    Liebe Grüße,
    Jenny

    • Tobi 23. April 2016 at 23:02 Antworten

      Liebe Jenny,

      die Beiträge von dir, die ich bisher gelesen habe, waren aus meiner Sicht gut geschrieben und haben nicht zu viel verraten. Manchmal ist es schon schwer, aber trotzdem klappt es bei mir glaub ich schon, dass ich nicht zu viel verrate. Dazu gibt es einfach zu viel, was man über ein Buch schreiben kann und was einen Einblick darin gibt, ohne detailliert auf den Inhalt einzugehen.

      Liebe Grüße
      Tobi

  12. Sayuri 23. April 2016 at 0:06 Antworten

    In meinen Rezensionen versuche ich den Inhalt kurz und knapp anzureißen. Ich hasse Spoiler, aber bei Reihen ist es immer so eine Sache, jedoch setze ich dann auch immer ein „Achtung Spoiler aufgrund einer Reihe“ davor. Ich habe gestern das erste Mal eine Rezension mit Spoilerwahrung rausgeschickt. Weil mich das sehr beschäftigte und ich so hoffe das der ein oder andere, der das Buch gelesen hat, seine Meinung kund tut. Das war aber auch eine absolute Ausnahme. ansonsten hasse ich es wenn ein Rezension mehr verrät. Geht gar nicht.

    • Tobi 23. April 2016 at 23:03 Antworten

      Liebe Sayuri

      Reihen sind echt nochmal ein Thema für sich. Da kann ja der Klappentext von einem zweiten Teil ja schon irgendwie spoilern. Deshalb lese ich bei Reihen nicht einmal die Klappentexte der folgenden Bände. Ausgehend vom ersten Band kann man ja schon beurteilen, ob man die nächsten Bücher auch mag oder nicht. Aber bei einer Rezension ist das echt schwer, da geb ich dir recht.

      Liebe Grüße
      Tobi

  13. lapismont 23. April 2016 at 9:42 Antworten

    In Klassiker-Rezensionen erlaube ich mir Spoiler. Inhalt, samt Verlauf und Ende kann man vorraussetzen. Meist will ich ja gerade über das Spezifische schreiben, wodurch das Werk zum Klassiker wurde.
    Bei neueren Bücher wäge ich ab, was wichtig zu wissen ist, was muss man erwähnen, um Lust auf das Buch zu machen, oder um auf Probleme hinzuweisen.
    Da ich Rezensionen von Büchern, die mich interessieren, meist erst hinterher lese und ich auch Nachwörter den Vorwörtern vorziehe, werde ich eher selten gespoilert.

    • Tobi 23. April 2016 at 23:06 Antworten

      Ich würde das nie machen, auch nicht bei Klassiker. Das Argument, gerade über das Spezifische schreiben und diskutieren zu wollen, kann ich durchaus nachvollziehen. Aber das würde bei mir eher in eine andere Richtung gehen, als eine Rezension. Aber irgendwie wäre das echt eine gute Idee einmal einen eigenen Bereich zu machen, wo über ganz bekannte Bücher diskutiert werden kann, wobei es sich aber eher um eine Buchanalyse oder Buchdiskussion und eben nicht um eine Rezension handelt.

      Ich mach es so wie du, Rezensionen erst nachher lesen und keine Vorwörter lesen und dann ist man ziemlich auf den sicheren Weg. Das war bei mir aber schon ein Lernprozess. Das passiert einem ein, zwei Mal und dann macht man das so.

      Liebe Grüße
      Tobi

  14. Anette 23. April 2016 at 14:37 Antworten

    Hallo Tobi,

    solche Rezensionen mag ich auch nicht so, sie sind mir auch meistens zu lang. Eine befreundete Bloggerin argumentierte mal so, dass die Rezension auch eine Art Gedächtnisstütze für sie selbst sei – inwiefern solche Rezensionen dann für Dritte relevant sind, kann man diskutieren. Ich halte es so und lese bei dieser Art Rezension nur den Anfang und das Ende.

    LG
    Anette

    • Tobi 23. April 2016 at 23:08 Antworten

      Liebe Anette,

      das Argument lese ich auch oft. Ein Blog als Lesetagebuch um gelesene Bücher für sich selbst zu „archivieren“. Für mich selbst als Gedächtnisstütze bräuchte ich das nicht. Bücher die gut waren, bleiben mir im Gedächtnis (ggf. mit den Facetten, die faszinieren sind), andere vergesse ich einfach und wenn sie gut waren, kann ich sie irgendwann nochmal lesen. Aber da sind die Bedürfnisse bei jedem anders. Aber wenn man das als Rezension präsentiert, sollte man auch bei einer solchen bleiben.

      Liebe Grüße
      Tobi

  15. Cirilla von Cintra 23. April 2016 at 17:45 Antworten

    Hallo Tobi!

    Das ist ein spannendes Thema, über das ich in letzter Zeit auch viel nachgedacht habe. Prinzipiell bin ich deiner Meinung. Spoiler in Rezensionen machen keinen Spaß. Vor allem, wenn sie ohne Warnung kommen. Ich bin auch jemand, der das Vorwort als letztes liest und Klappentexte oft ganz sein lässt, vor allem bei Fortsetzungen. Gegen Rezensionen mit Spoilerwarnung habe ich wiederum nichts, sie sind teilweise auch interessanter, wenn man das Buch ebenfalls schon gelesen hat.

    Gerade im Klassikerbereich scheint es ja vielen egal zu sein, wenn sie spoilern, da sie voraussetzen, dass sowieso schon jeder den groben Abriss kennt. Dabei ist es bei Klassikern oft noch schlimmer, wenn das Ende vorweggenommen wird, da sie ja meist klassisch auf eine Katastrophe zulaufen und die Spannung für mich doch sehr rausgenommen wird, wenn schon klar ist, worauf alles zu läuft.

    Andererseits fällt es mir selbst oft schwer nicht zu spoilern. Gerade wenn man seine Bewertung des Buches umfassend begründen will und Entwicklungen aus dem späterem Verlauf des Buchs für diese essentiell sind, empfinde ich es immer etwas unbefriedigend, mit Abstrahierungen und Andeutungen zu arbeiten. Manchmal würde ich dann am liebsten eine spoilerfreie und eine umfassende Rezension schreiben. Bisher habe ich mich aber doch auf erstere beschränkt – hoffe ich zumindest.

    Alles Liebe
    Ciri

    • Tobi 23. April 2016 at 23:11 Antworten

      Liebe Ciri,

      das stimmt, bei Klassikern ist die Handlung oft so spannend aufgebaut, dass es echt mies ist, wenn man das Ende schon kennt. Und ich konnte das bei echt vielen Klassikern vermeiden und hab den vollen Lesegenuss gehabt. Gefährlich sind da auch Bücher über Klassiker, z.B. „Die Kunst des Ehebruchs“, wo auch in alle Richtungen gespoilert wird, auch über die drei besprochenen Bücher hinaus. Da habe ich bei erwähnung einiger Bücher, die ich noch lesen wollte ganze Textabschnitte übersprungen, weil mir das zu gefährlich war.

      Nicht zu spoilern, aber trotzdem ein Buch gut vorzustellen ist manchmal echt eine Kunst. Aber im Zweifel bin ich immer für das Vermeiden von Spoiler.

      Liebe Grüße
      Tobi

  16. Tabea / Miss Booknerd 23. April 2016 at 19:47 Antworten

    Hallo Tobi!

    Gutes Thema! Das hat mich in den letzten Wochen selber ein wenig beschäftigt!
    Als Newbie unter den Bloggern habe ich bisher erst wenige Rezensionen geschrieben und ich halte mich auch immer kurz. Das hat einerseits den Grund des Vermeidens von Spoilern und andererseits weil ich selber auch keine langen Rezensionen lese. Ich finde es auch nicht schön, wenn der gesamte (oder 3/4) Plot schon in einer Rezension abgehandelt wird! Ich möchte das Buch ja selber lesen. Darum lese ich andere Rezensionen entweder meistens erst nachdem ich ein Buch gelesen habe oder dann soweit im Voraus, damit ich das Gelesene wieder vergesse bis zum Tag X.

    Ich warte gespannt, was noch für Meinungen zu diesem Thema eingehen. Denn wie es im Leben und beim Bloggen so ist, hat man nie ausgelernt!

    LG Tabea aka Miss Booknerd

  17. Anna 24. April 2016 at 11:11 Antworten

    Das Thema ist ja mal mega spannend!

    Ich persönlich kann es gar nicht ab, wenn Rezensionen zum großen Teil nur aus der Nacherzählung der Handlung bestehen, gerade wenn vorher noch der Klappentext abgedruckt wurde…das ist dann doch einmal zu viel.
    Generell kann ich es auch nicht verstehen, warum denn auf einmal 3/4 der Geschichte verraten werden, außer der eigentliche Plot. Für mich sind die ersten 50-100 Seiten gut für eine Inhaltsangabe. Nicht mehr und nicht weniger. Alles weitere will ich ja selbst lesen.
    Ich selbst kennzeichne Spoiler immer mit einem dicken VORSICHT SPOILER, sodass es überlesen werden kann, wenn nicht gewünscht wird, diese zu lesen.
    Generell finde ich, dass Rezensionen mehr darauf ausgelegt sein sollten, einen Eindruck über das Gefühl beim Lesen zu geben. Der Inhalt ist dabei sogar fast zweitrangig.

    Viele Grüße,
    Anna (Ink of Books)

  18. Leseseiten 26. April 2016 at 17:45 Antworten

    Ich selbst lese bei Rezensionen oft über den Teil mit der Inhaltsangabe hinweg, wenn mir das zu lang ist. Mich interessiert der persönliche Eindruck des Rezensenten mehr; ich will aber durchaus etwas über die Handlung und die vorkommenden Personen wissen. „Spoiler“ finde ich also grundsätzlich nicht schlimm, nur sollte nicht das ganze Buch nacherzählt werden. Wahrscheinlich hat aber jeder seine eigene „Schmerzgrenze“…
    Ich versuche in meinen Beiträgen mehr einzelne Aspekte vorzustellen, die mir beim Lesen gefallen haben.

    • Tobi 29. April 2016 at 22:27 Antworten

      Das ist interessant, da scheinst du tatsächlich eine geringere Schmerzgrenze zu haben und da wesentlich entspannter zu sein, als ich es bin. Mich würde das schon sehr stören, weil ich ein Buch ja auch selbst „entdecken“ will und möglichst unvoreingenommen heran gehe. Aber irgendwie ist das auch so, dass ich gerne Rezensionen zu Bücher lese, die ich bereits kenne und dann würde ich eine möglichst genaue Beschreibung auch vorziehen. Die Zielsetzung einer Rezension kann doch ganz unterschiedlicher Natur sein.

      Liebe Grüße
      Tobi

  19. Carmen 30. April 2016 at 15:04 Antworten

    Schöner Text!
    Ich habe früher auch immer selber eine Zusammenfassung der Handlung geschrieben, mittlerweile bin ich aber komplett davon weg gekommen.
    Denn, wie Du so schön schreibst, die Handlung selber ist eigentlich nicht das Entscheidende bei einer Rezension.
    Ich möchte meinen Lesern erklären, warum mir ein Buch gefallen hat oder nicht und da sind ganz andere Sachen viel wichtiger als die Handlung an sich.

    Liebe Grüsse
    Carmen

  20. Anne 13. Mai 2016 at 8:40 Antworten

    Moin, lieber Tobi,

    ich finde mich gleich angesprochen von Deinem Beitrag. Ich bin auch so eine, die recht viel Handlung beschreibt. Aber ich bin der Meinung, dass ich da recht vorsichtig war. Wichtiges habe ich nie preisgegeben und es kam auch immer auf die Dicke des Buches an.
    Allerdings merke ich bei mir nun eine kleine Wandlung, dadurch, dass ich jetzt auch das ein oder ander Rezibuch lesen werde und dass ich überhaupt meine Art, über die Bücher zu schreiben, ändere. Da bin ich selbst gespannt, ob und wie mir das gelingt.

    Einen sonnigen Tag wünscht Dir Anne

  21. Aleshanee 17. Juni 2016 at 7:30 Antworten

    Hi Tobi!

    Ein interessantes Thema, worüber immer wieder „gestritten“ wird. Ich kann Spoiler gar nicht leider und finde es immer unmöglich, wenn da welche überhaupt keine Rücksicht darauf nehmen. Es zu kennzeichnen ist eine ganz einfache Möglichkeit, um beiden Seiten gerecht zu werden.

    Ich hab dich heute auch gerne in meiner Stöberrunde verlinkt 😉

    Liebste Grüße, Aleshanee

    • Tobi 17. Juni 2016 at 14:42 Antworten

      Liebe Aleshanee,

      vielen Dank fürs Verlinken. Es freut mich, dass dir meine Beiträge gefallen! Und mir geht es da genauso wie dir, dass ich sie absolut unmöglich finde. Ein fetter Hinweis am Anfang ist ein guter Kompromiss. Ich lese oft auch gerne Rezensionen zu Bücher die ich schon kenne. Einfach um zu sehen, wie andere das Buch wahrnehmen.

      Liebe Grüße
      Tobi

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