Hallo, ich bin Tobi und blogge hier über Bücher und alles rund um Literatur.

Als Kind hatte ich ein Buch in dem es um einen kleinen Jungen ging. Der kletterte am knorrigen und dicken Stamm eines riesigen Baums empor, schlüpfte dabei durch Hohlräume des alten und dicken Stamms und schwang sich so in ungeahnte Höhen. Weit oben fand er sich in einem Baumhaus wieder. Keinem kleinen Bretterverschlag, sondern einem geräumigen und gemütlich eingerichteten Zimmer mit einer Küche, einem Tisch mit Stühlen und einem großen Fenster, das den weiten und unverstellten Blick, aus luftigen Höhen, auf das weite Land freigab. In meinem kindlichen Verstand hat dieses Buch mit seinen feinen Abbildungen und Skizzen unglaubliche Phantasien erweckt. Wie ich mich darin verkriechen würde, darin leben und immer darin zurückziehen könnte, frei und unabhängig von der oft schwierigen Realität des Heranwachsens. Damals war für mich ein Baumhaus in unerreichbarer Ferne, denn ich bin in einem schmucklosen Wohnblock am Stadtrand aufgewachsen und da gab es zwar Bäume, aber gleichzeitig auch Hausmeister, die mit kletternden Kindern, weit oben in Baumkronen, hart ins Gericht gingen, wenn sie diese denn einmal zu fassen bekamen (was mich allerdings nicht davon abgehalten hat zahlreiche Bäume zu erklimmen).

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