Of reading and not reading

Buntes buecherregal2

Things have become very quiet on this blog — which, to be fair, is quite typical for such a private project and for blogs in general. For various reasons, my reading time has decreased significantly, which naturally has a direct impact on lesestunden.de. I’m generally pretty relaxed about these things, so I approach blogging in whatever way best fits my daily life and current rhythm. So if things are a little slow here at the moment, there will surely come a time when I’m completely back into it and posting actively again. I therefore ask for a little patience and understanding for such an unreliable blogger as myself.

Thanks to certain viruses, I’m still fully working from home — so the pleasant reading time I used to enjoy on my commute is still missing. On top of that, in recent weeks I’ve been giving myself over mostly to the pleasures of gaming, which hasn’t exactly been great for this blog either. I have, however, done a bit of reading here and there, but mostly books that weren’t particularly interesting, so I didn’t feel like writing about them. And I started a book by Karl May — quite entertaining, actually, but also rather a bunch of nonsense, not really worth blogging about in much detail.

But a look at the upcoming releases reveals some very lovely books that I definitely want to read — ones that should make for a reading-rich autumn. Among them is Memoirs of a Madman by Gustave Flaubert, which will be published in October by Hanser Verlag, once again translated by Elisabeth Edl. At the end of this month comes Party Time by F. Scott Fitzgerald — I’ll definitely be there for that one too. It’s very much in the same spirit as Love in the Night, which was published two years ago by Diogenes Verlag and which I really enjoyed. Warm summer nights, parties in the Roaring Twenties, love stories — that’s simply perfect for summer.

On a completely unliterary note, I’ve had to reorganize my bookshelf recently. It was previously arranged by color — and still is — because that just looks tidy and stylish. But now there’s an additional rule: after the youngest member of the family decided to dismantle my humble record collection, I’ve rearranged everything so that the books I truly value and love are now on the very top shelf, and the easily replaceable ones are lower down. My unique editions are now high above, while cheap paperback romances are relegated to the bottom. How do you organize your bookshelves? Do you also have a sorting system that’s not so easy to decipher?

We’ll see what happens on the literary front for me in the coming months. I still have a few games in my queue, but usually, at some point, the urge strikes and I dive right back into the world of literature. When that happens, I’ll take you along and fill lesestunden.de with new posts again. In that spirit, I wish you all a lovely, reading-filled summer.

10 Comments

  1. Wie ich schon einmal erwähnte, habe ich schon einiges von STENDHAL (kennen Sie ja) gelesen. Jetzt habe ich eine Gesamt-Ausgabe in Einzelbänden entdeckt (Rütten&Loening Berlin) aus den 60gern.
    Denn ein guter Freund wollte “Lucien Leuwen” beim Aufräumen wegschmeißen und ich konnte in letzter Sekunde es noch retten.
    Nun hole ich mir eins nach dem anderen aus dieser Gesamtausgabe.
    Ich habe mal zusammengerechnet, Stendhal hat (sage und schreibe) mit den Tagebüchern und Briefen miteingerechnet 7.591 Seiten geschrieben (plus Rossini-Buch). Schon eine Leistung.
    Da Foto Ihres Buchregales begeistert mich, dafür fehlt bei mir unter dem Dach allerdings der Platz…
    Die Bibliothek ist der Spiegel der geistigen Welt.

  2. Zur Zeit lese ich Kempowskis Deutsche Chronik. Seine anekdotenhafte Erzählweise passt zur warmen Jahreszeit, in der ich mir lieber kurze Geschichten denn dicke Wälzer zuführe. Als Rostocker sind die ersten vier Teile dann auch eine Reise in die eigene Stadtgeschichte.

    Dazu arbeite ich mich seit letztem Jahr an den Prix Goncourt-Gewinnern ab. So komme ich auch mal aus dem eigenen Sud heraus und lese über Themen, um die ich sonst nen Bogen machen würde. Denn irgendwann wurde ich der alten Russen und Franzosen doch müde. Und wenn mir ein Gewinner-Buch über die Maßen gefällt, nehme ich mir weitere Werke des Autors vor. Zuletzt habe ich Robert Merles “Wochenend in Zuidcoote” gelesen. Weitere Romane des Autors habe ich auf den Merkzettel gelegt. Doch besonders mochte ich Andrei Makines “Das französische Testament”. Das war so ein Buch nach dem Motto “Großmutter erzählt von ihrem Leben”. Mittlerweile habe ich alles, was auf deutsch erhältlich ist, von ihm gelesen.

    Aber das sind ja keine Klassiker. In diese Kategorie fielen dieses Jahr neben Merle wohl nur noch du Mauriers “Peter Ibbetson” und Marans “Batouala”. “Peter Ibbetson” ist was für Träumer. Wem der Film gefallen hat, der wird dieses Buch lieben.

    Darüber hinaus lese ich alle zwei Monate einen Roman Fontanes in der Brandenburger Ausgabe. Fontane habe ich früher nicht gerne gelesen, doch durch die vielen Anmerkungen, die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der einzelnen Romane ist das ne ganz andere Nummer. Der Roman “Die Poggenpuhls” z.B. umfasst 120 Seiten, der Anhang kommt auf fast 160. So lese ich Fontane nicht einfach nur – ich verstehe ihn sogar. :-))

  3. Hallo Tobi,
    schon des öfteren bin ich über Ihren Satz “die schöne Lesezeit während der S-Bahnfahrt entfällt also noch immer” gestolpert. Was ist denn wirklich anders: Der Weg zur S-Bahn entfällt und die S-Bahn selbst, aber die Zeit ist ja doch weiterhin noch da. Im Grunde hätten Sie ja sogar mehr Zeit zum Lesen zur Verfügung, da die Weg-Zeitspanne zur Bahn zusätzlich 2x täglich gewonnen wäre.
    Anscheinend scheint man sich trotz Leseecke zuhause doch leichter ablenken und aus der Muse bringen zu lassen?

    1. Lieber Jean,

      ja das stimmt natürlich, der Tag hat noch immer 24 Stunden und genau genommen gewinne ich durch die S-Bahn-Fahrt keine Zeit. Vielmehr hält dieser rote fahrende Kasten mir ein paar kleine Zwerge fern. Meine schöne Leseecke wird da gar nicht respektiert und nachdem ich den Fehler gemacht habe, dort ein paar Mal gemeinsam Bücher anzusehen, ist der Ort nun als Vorleseplatz gesetzt. Gleiches gilt mittlerweile auch für meine Hängematte, die ich draußen im Garten aufgehängt habe. Aber das ist natürlich nur vorgeschobenes Gejammer, ich genieße die gewonnene Zeit mit meinen Kindern sehr und wüsste keine Art sie sinnvoller und schöner zu verbringen. Am Ende muss das richtige Buch zur richtigen Zeit locken, dann ist auch sofort die Motivation da, sich spät am Abend der Lektüre hinzugeben.

      Liebe Grüße
      Tobi

      1. Genau. Die Zeit mit den Kindern zu verbringen ist eines der schönsten Geschenke im Leben und die Klassiker, die Sie ja so schätzen, laufen nicht weg. Dafür sind sie ja Klassiker.

  4. Hallo Tobi,

    ich hoffe die zerlegte Plattensammlung klingt schrecklicher als es wirklich ist 😱. Dein Bücherregal sieht wunderschön aus, da kann man richtig neidisch werden 😉 allerdings hätte ich da vermutlich das Problem, dass ich nichts mehr wieder finden würde: es fällt mir so schon schwer mich zu erinnern, welches Buch eines Autoren ich schon im Regal stehen habe und da ich eine Inventarisierung immer vor mir herschiebe, ist die Bücherwand auch gleichzeitig die Referenz. Bei mir sind die Bücher deshalb ganz langweilig nach Autor Z-A sortiert – warum Z-A? Weil A rechts in der Ecke ist und ich nach links anfangs noch Platz für ein Regal hatte.

    LG,
    Harald

  5. Sehr ansehnliches Bücherregal! Früher dachte ich immer, dass nach Farbe sortieren zwar schön aussieht, aber ich das nicht möchte, weil ich dann nicht mehr nachvollziehen kann, wieviele Bücher ich bspw. von Autor*In xyz habe. Aber inzwischen stand mir auch der Sinn nach einem “ordentlicher” aussehenden Regal und überraschenderweise finde ich doch noch alles … bis jetzt jedenfalls. Ansonsten ist mein System aber etwas seltsam. Ich habe nur Non-Fiction nach Farbe sortiert. Die restlichen Kategorien (Manga, Comics, Sachbücher) stehen in jeweils eigenen Segmenten … also sieht es immer noch unordentlich aus, aber schöner als früher zumindest. Was für ein schönes, zeitraubendes Ab-und-Zu-Hobby für Bücherfans um sich von den Nachrichten in der Welt abzulenken … “Ich sortiere mein Bücherregal” ist für mich das neue “Mir doch egal, ich geh jetzt schaukeln.”

    1. Liebe Stefanie,

      als wir damals das Regal das erste Mal nach Farbe sortiert haben, war ich auch überrascht, wie gut und schnell ich trotzdem noch jedes Buch gefunden habe und finde. Ich glaube als Buchmensch kennt man seine Bücher einfach und jedes Buch, das ich lese, das nehme ich auch sehr bewusst in die Hand, schaue es mir genau an und genieße es in seiner Gesamtheit. Und dann ist es natürlich klar, dass man es auch rasch wieder finden kann.
      Bei uns sind die Kochbücher nochmal ganz unten für sich nach Farbe sortiert. Das wäre dann doch zu verwirrend, wenn die auch noch komplett irgendwie eingestreut sind. Mangas kann ich auch verstehen, die sind aber ohnehin alle einer Reihe dann einfarbig und ich finde sie echt nicht hübsch im Regal. Aber so viele Mangas habe ich nicht, die sind ganz oben im Regal quer. Comics habe ich auch nicht so viele, die sind ebenfalls ganz oben im Regal. Aber der Erfahrung nach muss man das mit den Farben gar nicht so stringent durchziehen, weil das ja erst aus der Distanz dann wahrnehmbar ist.

      Herzlichen Dank für den Link auf Dein Bücherregalbild. Ich liebe es ja, andere Regale anzusehen ;)

      Liebe Grüße
      Tobi

  6. Hallo Tobi, ich sehe Bücherregale zugern und wenn ich in eine Wohnung komme, schätze ich es wenn ich solche seh und könnte sofort darin stöbern. Meine Regale sind bei Romanen stinknormal bei A-Z nach Autoren sortiert. Die Biographien stehen gesondert nach Personen A-Z. Geschichtsbücher sind gesondert, ebenso die Bücher über klass. Musik und Kochbücher. Daneben liegen unsortiert die Bücher des Subs, stetig zunehmend.
    Gratulation, dass Du trotz Arbeit und Familie zum Lesen kommst. Dein gelber Lesesessel macht mich neidisch. Als Neurentner habe ich mehr Zeit. Manchmal läuft´s nicht, dann steht Musikhören, Tagespresse immer Vordergrund. Ich weiß aber, die Literatur kommt wieder in den Vordergrund.
    Liebe Grüße, Gerhard

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