Hallo, ich bin Tobi und blogge hier über Bücher und alles rund um Literatur.

Der Manesse Verlag ist mir primär aufgrund seiner Bibliothek der Weltliteratur ans Herz gewachsen. Neben diesem riesigen und unerschöpflichen Quell von hervorragenden Büchern gibt es aber auch immer wieder Neuerscheinungen, um die ich nicht herum komme. Zumeist schön gestaltete Bücher oder neu entdeckte Schätze vergangener Tage. So auch Wein und Haschisch von Charles Baudelaire, das mir immer wieder unter gekommen ist, bis ich nicht mehr widerstehen konnte. Der Autor war mir bisher nur in Zusammenhang mit Gustave Flaubert ein Begriff. Ein schönes Büchlein, ein vielversprechender Autor und der Manesse Verlag: eine gute Kombination.

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Einer der besten, einflussreichsten und obendrein meiner liebsten Autoren ist Honoré de Balzac. Sein Lebenswerk ist unübertroffen, sein Einfluss auf die Literatur, die Autoren seiner Zeit, aber auch der folgenden Literaturepochen bis in die Gegenwart ist unbestreitbar. Sein Lebenswerk ist gigantisch, seine Romane damals wie heute faszinieren, unterhalten und sind voll mit philosophischer Weisheit. Einem Weitblick und einer Aktualität, die in seiner Zeit, die der französischen Restauration, aber auch in die Gegenwart passt und das menschliche Denken und Handeln auf eine abstrahierende Art porträtiert, das etwas Allgemeingültiges und Universelles hat. Als absoluter Balzac Fan stelle ich euch heute etwas ganz Besonderes vor. Heute würde man sagen, eine sehr schicke Infographik, ein Addon für sein Gesamtwerk, etwas, dass man aus einer Vorbesteller-Collectors-Edition, neben einer kleinen Balzac Sammlerfigur, fischen würde.

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Vor zwei Wochen habe ich eine App und Webseite für das Auffinden von öffentlichen Bücherschränken veröffentlicht. Seitdem können mit einer Android App oder mit der Karte auf dieser Seite öffentliche Bücherschränke im deutschsprachigen Raum gefunden werden. Besitzer eines iPhones mussten sich bisher mit der Web Version begnügen. Innerhalb der kurzen Zeit hat sich aber einiges getan und was das ist erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

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Eigentlich lese ich die Verlagsvorschauen gerne und auch sobald sie erscheinen, aber dieses Buch ist mir irgendwie entgangen. Weder vom Titel, noch vom Autoren hat mir dieser Klassiker aus dem Jahre 1883 etwas gesagt, aber der Werbetext hat dann bei mir gezogen:

„Eine vergleichbare Frauenfigur findet sich kaum in der Literatur. Effi Briest und Anna Karenina sind Lämmlein gegen diese wölfische Italienerin.“

Klar, dass ich diese kurze Novelle haben und lesen musste, denn die Ehebrecherromane des 19. Jahrhunderts sind Premiumkost. Ich war also sehr gespannt, ob diese kurze Novelle hier mithalten kann. Ob das wirklich so ist, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

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„Weil käufliche oder liederliche Lippen ihm dieselben Worte zugeflüstert hatten, glaubte er nur mäßig an die Unschuld dieser hier; da musste man wohl Abstriche machen, dachte er, übersteigerte Reden verbergen oft mittelmäßige Gefühle; als ergieße eine übervolle Seele sich nicht zuweilen in leeren Bildern, denn niemand kann seine Bedürfnisse oder seine Vorstellungen oder seine Schmerzen jemals angemessen ausdrücken, und die menschliche Sprache ist wie ein gesprungener Kessel, auf dem wir Melodien für Tanzbären trommeln, erweichen möchten wir eigentlich die Sterne.“
Gustave Flaubert ~ „Madame Bovary“

Gustave Flaubert, Madame Bovary

Wer kennt es nicht, das Problem: Man ist gerade unterwegs, beim Shoppen oder mit ein paar Freunden ein Bierchen zischen und plötzlich braucht man ganz dringend ein Buch. Oder möchte ein Buch unbedingt ganz schnell los werden. Da wäre es gut, wenn man schnell und unkompliziert einen Büchertauschschrank in der Nähe finden könnte. Beispielsweise mit einer geschmeidigen App. Okay, vielleicht kommt diese Situation wohl eher selten vor. Trotzdem wäre es ganz schön nach Büchertauschschränken suchen zu können. Eine solche App gibt es nun und auch online eine Karte. Mehr dazu erfahrt ihr in diesem Beitrag.

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Vor längerer Zeit schon habe ich einen Artikel gelesen, der mir irgendwie nicht mehr aus dem Kopf geht. Es geht darum, dass man sich mit einem Buch sehr einsam fühlen kann und ich glaube jeder Vielleser kennt das sehr gut. Befasst man sich mit den großen kommerziellen Angeboten, sieht sich bekannte Serien an, zieht sich eine aktuelle Sendung im TV rein, rennt in den neuesten Kinofilm oder zockt ein aktuelles Game, dann gibt es automatisch Gesprächsstoff zu Genüge. Über das alles lässt sich gut schwurbeln, denn die Schnittmenge derer, die eines dieser Dinge selbst gesehen haben, ist recht groß und ein Treffer sehr wahrscheinlich. Anders aber beim Romanleser, denn wie wahrscheinlich ist es schon, dass jemand aus meinem Dunstkreis beispielsweise Die Arbeiter des Meeres gelesen hat? Gleich null. Vielleicht hat man bei einem aktuellen, kommerziellen Titel mehr Erfolg. Keine Ahnung, vielleicht hat jemand den neuen Suter oder das Buch von Elena Ferrante gelesen, aber selbst da wird die Luft schon dünn. Ich glaub wenn ich bei mir in der Firma so von Zimmer zu Zimmer gehen würde, oder bei der nächsten Runde mit meinen Kumpels zwischen zwei Helle mal so frage, was sie so gerade lesen, werde ich auch da nicht viel Erfolg haben. Wenn ich die Fantasy-Romane der letzten Jahre nehme, dann gibts den ein oder anderen Treffer, aber da winken auch die Meisten schon ab. Ist schon wieder zu lange her, als dass man sich daran erinnern würde. Sprich: Wer viel liest, der hat nicht gerade viele Gesprächspartner.

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Hervorragende Buchtipps finde ich immer wieder in Büchern selbst. Und wenn ein Autor oder Titel immer wieder Erwähnung findet, dann weckt das zumindest meine Aufmerksamkeit. Ein solches Buch ist Die neue Heloise von Jean-Jacques Rousseau, das zuletzt in einem Buch von Balzac erwähnt wurde und auf das ich schon unzählige Male gestoßen bin. Der Inhalt liest sich auch sehr gut: Ein Briefroman und eine unverheiratete junge Frau, die sich der unsittlichen Liebe hingibt. Und ein Buch, das skandalös genug war, Gesprächsstoff in den Pariser Salons zu werden. Das Ganze noch von einem französischen Autoren. Klar, dass ich hier schonmal gut angespitzt war und nicht lange widerstehen konnte.

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Eigentlich bunker ich so ziemlich alle Bücher, die ich so lese auch in meinem Bücherschrank. Das liegt primär daran, dass ich zumeist doch ein ziemlich gutes Händchen für Bücher habe. Und auch daran, dass ich aktuell nicht so sehr auf neuen Pfaden wandle, sondern meine bekannten Autoren und Genres plündere. Trotzdem sortier ich immer wieder aus und finde dann doch alte Bücher, bei denen klar ist, dass ich sie nicht mehr lesen werde. Recht schnell hatte ich also einen ganz passablen Stapel Bücher im Keller stehen und mich gefragt wohin. Nachdem ich Büchertauschschränke liebe, wenn auch selten aus einem etwas heraus ziehe, haben wir uns dann entschlossen einen solchen vor unserem Haus aufzustellen. Ziemlich optimal, denn an dem Schrank komm ich jeden Tag vorbei und sitze sozusagen direkt an der Quelle.

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Zwei Mal habe ich schon einen Fragebogen in die Welt entlassen. Beide wurden von vielen beantwortet und ich finde es spannend zu sehen, wie das mit den Büchern, dem Lesen und Bloggen bei euch so läuft. Diesmal habe ich einen ganzen Sack von Fragen, die ich euch aus purem Eigennutz stellen möchte. Ich will richtig gute Büchertipps und mit meiner kleinen Auswahl an Fragen möchte ich versuchen sie euch zu entlocken. Ich hoffe ja sehr, dass wieder ein paar Blogger und Vielleser Zeit und Muse finden, sie zu beantworten. Momentan schwindet mein Stapel ungelesener Bücher recht schnell dahin, da muss ich bald für Nachschub sorgen und das soll natürlich nur vom Feinsten sein.

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