In den vergangenen Monaten habe ich mich immer wieder dem Genusse des ein oder anderen gepflegten Abenteuerspielbuchs hingegeben und möchte auch auf Lesestunden unbedingt noch eines davon vorstellen. Diesmal ein echtes Prachtstück und sozusagen die Spitze der Evolution dieses Genres. Ein echter Geheimtipp, den man nicht an jeder Ecke antrifft und einen genaueren Blick auf jeden Fall wert ist. Besonders für alle die Fantasy mögen und auch für alle, die gerne mal eine Runde zocken.

Natürlich kommt nun die obligatorische Erklärung, was den Spielbücher sind (für alle, die meine anderen Beiträge zu solchen noch nicht gelesen haben). Über Joe Dever und seine wunderbaren Einsamer Wolf Bücher hatte ich bereits in der Vergangenheit einmal geschrieben. In den 80er Jahren gab es einen kurzen Trend zu Abenteuer-Spielbücher. Das sind Bücher, die nicht normal linear gelesen werden, sondern in Sektionen unterteilt sind. Der Leser schlüpft in die Rolle des Protagonisten, startet mit der ersten Sektion und hat dann die Möglichkeit sich zu entscheiden, wie die Geschichte weitergehen soll und was er selbst als Hauptfigur machen soll. Auf diese Weise liest jeder das Buch anders und erlebt ein ganz eigenes Abenteuer, wobei zumeist auch Regeln gelten, Kämpfe ausgewürfelt werden, Gegenstände gesammelt und auf einem Aktionsblatt vermerkt werden müssen. Spielbücher sind also, wie der Name sagt, Bücher, die gespielt werden und meist mit einem schönen Fantasy Setting aufwarten. Eine nerdige Angelegenheit, aber ich habe diese Bücher in meiner Kindheit und Jugend geliebt und wie ich dieser Tage feststelle, sind diese Bücher einfach immernoch sehr unterhaltsam und ein Vergnügen zu lesen.

Reiter der schwarzen Sonne ist ein Spielbuch der neueren Generation und ist 2012 in seiner ersten Auflage erschienen. Es ist wohl das umfangreichste Spielbuch, das jemals geschrieben wurde und wartet mit über 1400 Sektionen auf. Der Leser schlüpft in die Roll eines Ugarith, einer fast ausgestorbenen Rasse von göttlichem Ursprungs und man erwacht erst einmal ohne Erinnerung. Nach und nach erfährt man dann die Hintergründe zu der umfangreich wirkenden Fantasywelt und dem eigenen Schicksal. Man wird in einen Krieg zwischen dem Empire und dem goldenen Reich gezogen und muss seine eigene Bestimmung finden. Die Geschichte entfaltet sich dann über zahlreiche Kapitel immer weiter und man besucht zahlreiche unterschiedliche Schauplätze. Angefangen von einer Palastanlage, einem finsteren Turm bis hin zu einem verwunschenen Tempel, Seeschlachten, weiten Wüsten oder dunklen Kavernen, wird hier richtig viel aufgefahren. Die Vielfalt hat mir richtig gut gefallen und ich konnte mir die Welt immer sehr gut vorstellen. Insgesamt hat mir die Story sehr gut gefallen und verliert sich im Verlauf des Buches nicht, sondern findet einen hervorragenden Bogen zurück zum Anfang. Das ist eine runde Sache und man merkt, dass der Autor hier viel gefeilt hat. Stellenweise hat sie auch ein wenig langsam gewirkt, weil gerade am Anfang noch kein so richtiges Ziel vorhanden ist und bei einigen Kapiteln muss man sich schon durch zahlreiche Sektionen durchkämpfen, bis man alle Hindernisse überwunden hat. Die 1400 Sektionen sind also nicht flutsch vorbei, sondern man hat da als Leser auch richtig was zu tun. Richtig genial fand ich eine Stelle, an der es zu Zeitsprüngen kommt, die sich dann auch in den Sektionen niederschlagen, sozusagen auf der Metaebene des Blätterns. Das ist richtig großes Kino.

Nicht nur die Kulisse ist sehr vielfältig. Tatsächlich ist dieses umfangreiche Spielbuch auch vollgepackt mit den verschiedensten Spielmechaniken, mit ausführlichen Regeln, mit einem hervorragenden Kampfsystem, einem Probesystem, und vielen fein arrangierten und gut genutzten Detailregeln. Es gibt Fertigkeiten, die erworben werden können, es gibt beispielsweise Werte wie Karma, Wut, Stärke, Geschick, einen Drachenreiterlevel, Schicksalspunkte und natürlich wieder die Möglichkeit Gegenstände zu sammeln und natürlich mächtige Waffen zu finden und zu nutzen. Das hat mir richtig gut gefallen, ein so ausgefeiltes und gelungenes Regelsystem findet man in Spielbücher nur sehr selten. Das ist absolut Premium, da kommt eigentlich kein anderes Spielbuch heran. Die Regeln werden dabei auch stückchenweise zwischen den ersten drei Kapiteln erklärt, so dass man beim Lesen nie überfordert ist, sondern sich an alle Mechaniken erst einmal gewöhnen kann. Natürlich gibt es auch wieder ein Abenteuerblatt am Anfang des Buches, das man sich besser herunterlädt und ausdruckt um nicht das Buch voll zu kritzeln. Auch das Abenteuerblatt ist sehr durchdacht aufgebaut und sehr übersichtlich, wenn man sich überlegt, was hier alles an Regeln untergebracht ist.

Diese breit gefächerten Regeln werden im Buch gut genutzt und sind schön in die Geschichte eingeflochten. Und die Ideenvielfalt hinsichtlich der Spezialmechaniken, die sich dann während dem Abenteuer ergeben, konnte mich auch sehr begeistern. Natürlich gibt es die obligatorischen Rätsel, aber eben auch richtig schöne Bossfights (wo man beispielsweise erst einem Golem die Arme abschlagen muss, bis man zu seinem Körper vordringen kann), oder Kämpfe gegen mehrere Gegner und Kämpfe, in denen nach zwei Runden plötzlich ein Überraschungsangriff kommt. Es gibt aber auch Stellen, wo man eine Verteidigungsanlage überwinden muss, oder man kann fliegen und dort Manöver ausführen, muss Prüfungen bestehen oder einfach raten und auf gut Glück einen Schlag ausführen oder ein Labyrinth durchqueren. Also da hat sich Swen Harder richtig viel ausgedacht und sich auch die Rosinen aus der Spielebuchwelt herausgepickt. Es wurde an keiner Stelle langweilig und oft habe ich mich an das Gameplay von Computerspielen erinnert gefühlt.

Bei der Menge an 1400 Sektionen ist das Buch in mehreren Kapiteln unterteilt, man hat also immer ganz gut die Möglichkeit eine Pause zu machen und die Kapitel stellen sozusagen auch Speicherpunkte dar. Wenn man stirbt, muss man nicht alles von vorne lesen, sondern fällt sozusagen auf den Anfang des Kapitels zurück. Es gibt aber auch ein eigenes Kapitel für die Kämpfe und ein eigenes für die Bonussektionen, wo es Belohnungen gibt. Man springt also stellenweise auch aus den Kapiteln hinaus. Insgesamt ist es sehr aufgeräumt und übersichtlich ausgelegt.

Mit seinen ausführlichen Regeln, der Geschichte und dem gesamten Aufbau, richtet sich das Buch eher an erfahrene Rollenspieler und Spielbuchfans. Für jemand, der das erste Mal ein Spielbuch in die Hand nimmt, würde ich Reiter der schwarzen Sonne nicht empfehlen. Auch der Schwierigkeitsgrad der Rätsel und Kämpfe ist im gehobenen Bereich. Ich bin schon ordentlich oft gestorben, gerade am Anfang von den Kapiteln, das sorgt dann schon manchmal dafür, dass die Frusttoleranz ordentlich gekitzelt wird. Gerade die Bossfights am Ende sind schon echt sehr schwer, da hatte ich meinen Zakhan-Kimah-Moment. Es ist kein Buch, dass man an einem Abend entspannt durchliest und dann zur Seite legt.

Insgesamt ist Reiter der schwarzen Sonne sehr stark auf Wiederspielbarkeit ausgelegt. Auf der einen Seite finde ich das ganz schön, denn mit dem Buch kann man sich auf diese Weise echt lange beschäftigen. In jedem Kapitel kann man Schicksalspunkte finden, wobei soziales und gutes Verhalten zumeist belohnt wird. Hat man also ein Kapitel durchgespielt und nicht alle Schicksalspunkte gesammelt, kann man es wiederholen und erneut seinen Weg hindurch finden und mit anderen Entscheidungen vielleicht mehr für den eigenen Charakter herausholen und einen optimaleren Verlauf nehmen. Auch das Zusatzkapitel ist erst für einen zweiten Durchlauf gedacht und kann beim ersten Mal gar nicht gespielt werden. Den Epilog gibt’s auch nur, wenn man das beste Ende findet. Ist der Ehrgeiz also erst einmal geweckt, bietet das Buch viel Stoff und Möglichkeiten sich auszutoben. Wer hingegen die Geschichte gerne smooth in einen Rutsch erleben möchte, der hat spätestens beim Finale dann ein Problem und dem entgehen dann auch einige Elemente der Story. Meines Erachtens ist das ein Tradeoff und Reiter der schwarzen Sonne entpuppt sich hier definitiv einmal mehr als ein Spielbuch für Fortgeschrittene.

Ein echtes Highlight sind die Illustrationen. Diese stammen aus der Feder des freischaffenden Berliner Illustrators Fufu Frauenwahl. Der 1974 geborene und studierte Kommunikationsdesigner hat schon einige Comics in mehreren Ländern veröffentlicht und hat seinen ganz eigenen Stil. Mir gefällt das richtig gut, denn die Schwarz-Weiß-Zeichnungen strahlen das aus, was Illustrationen in Spielbücher immer ausgemacht hat: Eine gewisse Einfachheit, die der Fantasie noch einigen Raum lässt, gleichzeitig sind sie aber richtig fein gezeichnet und vermitteln eine für dieses Spielbuch ganz eigene Stimmung und Atmosphäre. Im Druck wirken sie sehr gut und hochwertig. Besonders die großen Darstellungen, die eine ganze Seite einnehmen. In Summe sind hier überdurchschnittlich viele Illustrationen vorhanden. Auch die kleinen Abbildungen zwischen den Sektionen, die sogenannten Vignetten, gefallen mir richtig gut. Die fand ich bei den Einsame Wolf Bücher schon immer ein hervorragendes Mittel, um den Text aufzulockern und gleichzeitig das Ambiente des Buches zu verstärken. In dem Beiheft meiner Ausgabe erfährt man, dass die Vignetten auch dafür sorgen, dass keine unschönen Umbrüche entstehen.

Das Buch liegt mittlerweile in der 8. Auflage vor und ich habe die Eternal-Edition, also die Prachtprunkversion mit allen Extras die es so gibt. Dazu gehört natürlich das Buch und zwar als Hardcover, mit Fadenbindung und zwei Lesebändchen. Das liegt gut in der Hand und ist das wertigste Spielbuch das ich habe. Ich glaube es ist auch das einzig gebundene Spielbuch in meiner Sammlung. Trotzdem lässt es sich gut durchblättern, denn die Seiten sind zwar leicht aber haben die typische Einsamer-Wolf-Haptik. Und die Seiten sind nicht in strahlendem sondern in einem cremeweiß, was mir bei Spielbücher auch wesentlich mehr zusagt. Mir gefällt es richtig gut und ich hoffe der Mantikore-Verlag veröffentlicht noch mehr Spielbücher als gebundene Version.

Die Eternal-Version hat dann noch richtig viele Extras. Dazu gehört ein kleines Heft „Die Geheimnisse von Reiter der schwarzen Sonne“ das noch weitere Hintergrundinformationen zum Buch enthält und in dem auch die Lösungen zu den Rätseln zu finden ist. Ebenso findet man hier Konzeptentwürfe zu den Illustrationen. Ein schönes und informatives Extra. Zudem sind Würfel mit dabei, allen voran den Mondwürfel, den ich sehr schmuck finde, denn es ist ein ganz spezieller Würfel mit dem sich die Mondphasen auswürfeln lassen. Normale Würfel passend zum Regelwerk liegen auch bei. Die braucht man zwar alle nicht zwingend, denn gewürfelt wird eigentlich, indem man einfach eine zufällige Seite aufschlägt. Am unteren linken Seitenrand findet man dann die Würfel und die Mondphase. Ich lese meine Spielbücher aber immer Zuhause am Tisch, denn man muss ja auch immer auf dem Abenteuerblatt Notizen machen und da ist so ein Spezialwürfel natürlich wesentlich gediegener. Neben den Würfeln ist auch eine Münze zu finden, wofür die gut ist hab ich noch nicht herausgefunden (aber ich vermute, dass kommt in eine der Sektionen vor, die mir entgangen ist). Mit dabei ist auch eine große Version der Karte, die auch im Buch vorangestellt ist. Zudem ist in der Eternal-Version eine CD beigefügt, wobei die nicht der große Wurf ist, denn da sind nur nochmal die Abenteuerblätter, die Illustrationen als Bilddatei, ein „Soundtrack“ und noch ein paar andere Dateien, wie Bilder von der RPC, zu finden. Wir haben bei uns nur noch einen Rechner mit CD Laufwerk, also ich glaube in ein paar Jahren ist die CD bei mir im Reich der Kassette verschwunden. Besser man lädt sich die PDFs direkt von der Webseite des Autoren. Ansonsten ist in der Eternal-Version noch eine Schachtel, wo man alle Extras und das Buch schön kompakt verstauen kann. Der preisliche Sprung vom Hardcover-Buch zur Eternal-Version ist nicht so groß und alleine der Würfel und das Geheimnisse-Heft ist den Aufpreis wert. Und dass alles in einer schönen Box verstaut werden kann. Ich finde das Komplettpaket sehr gelungen. So eine Premiumbox mit ein paar schönen Extras würde ich mir ja bei anderen Büchern auch wünschen. Bei Games ist das ja schon lange ganz normal für Sammler eine Deluxe-Variante anzubieten. Auf Youtube könnt ihr euch ein Video vom Unboxing der Eternal-Version ansehen.

Seit das Buch 2012 veröffentlicht wurde, hat es zahlreiche neue Auflagen erlebt. Spielbücher sind doch noch sehr beliebt und ich kann das auch gut verstehen. Über die Auflagen hinweg hat Swen Harder immer weiter am Buch gefeilt. Die zweite Auflage hat beispielsweise ein neues Cover bekommen. 2017 hat der Autor eine Kickstarter Kampagne gestartet, um eine englischsprachige Übersetzung des Buches zu finanzieren. Mit knapp 1000 Unterstützer war sie ein voller Erfolg und so wurden noch zusätzliche Illustrationen ergänzt und es gab auch ein neues Bonusabenteuer, das ab der 7. Auflage auch in der deutschen Ausgabe mit dabei sind. Wie sich die einzelnen Auflagen verändert haben, findet man auf der Webseite zum Buch. Von der Idee zum Buch hat es vier Jahre gedauert. Bedenkt man nun noch die vielen Auflagen, bei denen Swen Harder das Buch immer weiter verbessert hat, dann wird auch klar, wie das Spielbuch zu seiner hohen Qualität gekommen ist. 2013 wurde es auch mit dem RPC Award ausgezeichnet und wurde besonders für seinen Wiederspielwert gelobt.

Swen Harder kommt aus der Videospielszene und hat Jahrelang als Redakteur für Computer- und Videospiele Verlage gearbeitet. Aktuell arbeitet er als Spieletester bei Nintendo, was alleine ja schon für seine nerdige Expertise spricht. Natürlich ist er Rollenspiel-Fantasy-Pen-and-Paper-Brettspiel-Fan, aber anders kann man so ein Buch auch nicht schreiben. Mittlerweile hat er ein weiteres Spielbuch mit dem Titel Metal Heroes – and the Fate of Rock veröffentlicht. Auch das Buch wird hoch gelobt und gibt es in dieser Premiumausstattung und macht einen echt guten Eindruck. Allerdings kann ich mit dem Setting nicht viel anfangen, deshalb warte ich auf sein nächstes Abenteuerspielbuch, an dem er hoffentlich schon schreibt.

Fazit: Reiter der schwarzen Sonne ist eines, wenn nicht das hochwertigste Spielbuch, das ich je gelesen habe. Mit seinen zahlreichen Spielmechaniken, seinen vielseitigen Spielelementen, den unterschiedlichen Settings, der schönen runden Story, der zahlreichen prächtigen Illustrationen und der gesamten dichten Spielbuch-Atmosphäre, ist es eine absolute Empfehlung. Wer Spielbücher mag, Rollenspieler ist oder Fantasyromane gerne liest, der wird dieses Buch lieben. Aufgrund seines umfangreichen Regelwerks und seinem stellenweise hohen Schwierigkeitsgrad, sollte jemand, der Spielbücher erst einmal antesten möchte, eher zu einem einfacheren Buch dieser Art greifen. Durch seinen hohen Wiederspielwert, aber auch aufgrund seines großen Umfangs bekommt man hier sehr viel Lese- bzw. Spielzeit geboten. Mit dem Buch kann man sich richtig lange beschäftigen und gerade für junge Leser ist es perfekt geeignet, denn es stellt eine echte Alternative zu Videospielen dar. Kurzum: Ein tolles Buch, das man sich ohne bedenken bestellen kann und das meine kleine Privat-Bibliothek nicht mehr verlassen wird.

Buchinformation: Reiter der schwarzen Sonne • Swen Harder • Mantikore Verlag • 760 Seiten • ISBN 9783961880805

    2 Kommentare

  1. Stefan 2. Juni 2019 at 12:08 Antworten

    Mein letztes Computer-Abenteuerspiel war „A Bard’s Tale“ und ich habe es mit meinem Bruder auf dem C64 gespielt.
    Zugegeben, das ist schon ein paar Tage her.

    Deine Buchvorstellung von „Reiter der schwarzen Sonne“ hat mich jetzt so neugierig gemacht, dass ich die Eternal-Edition spontan bestellt habe.

    Auf laue Sommerabende mit einem spannenden Spiel für die ganze Familie 🙂

    • Tobi 7. Juni 2019 at 22:14 Antworten

      Hallo Stefan,

      das freut mich, dass ich Dich für das Buch gewinnen konnte. Ich bin mir sicher, dass Du es nicht bereuen wirst. Für laue Sommerabende ist das ganz sicher was und natürlich auch ein wenig Nostalgie, denn die Spielbücher bringe ich auch in Verbindung mit den Games von damals. Da musst Du mir unbedingt schreiben, wie Dir das Buch gefallen hat.

      Liebe Grüße
      Tobi

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