Meine neue Olympus PEN: Fotografieren für Blogger

[Werbung] Seit Jahren bin ich mit meiner Spiegelreflexkamera unterwegs und damit eigentlich auch ganz zufrieden. Was Qualität und Fotografiergefühl angeht ist sie eigentlich unübertroffen. Aber sie ist auch ein ordentlich schwerer Prügel und ich habe festgestellt, dass ich sie in letzter Zeit ungern mitnehme. Denn selbst mit meinem Sling-Kameragurt schleppt man da schon ganz schön etwas mit sich herum. Daher habe ich mich umgesehen, ob es nicht etwas Handlicheres gibt, das aber genauso gute Qualität liefert. Nach langem Suchen habe ich mich für die Olympus PEN E-PL8 entschieden und will nun ein wenig über die Kamera berichten, nachdem ich sehr zufrieden bin und das gute Stück durchaus empfehlen kann. Besonders auch für Buchblogger, denn ich benutze sie mittlerweile auch für die Fotos auf Lesestunden.de. Wer also selbst auf der Suche nach einer guten Cam ist, der sollte hier unbedingt weiterlesen.

Auf meiner Suche war neben einer guten Bildqualität das Format der Kamera sehr wichtig. Mein Low-Budget-Smartphone taugt nur stark begrenzt zum Fotografieren und in die Richtung wollte ich kein Geld in die Hand nehmen, denn dazu gehe ich mit meinem Smartphone zu wenig sorgsam um. Das ist für mich zu gefährlich mit einem 800 Euro Smartphone durch die Gegend zu rennen, zumal es mir mindestens einmal am Tag herunter fällt. Eine kleine Kompaktkamera war mir ebenfalls zu wenig, das ist vom Bedienkomfort und Gefühl sehr grenzwertig. Es war also klar, dass ich eine Systemkamera möchte. Sie soll also kleiner Ausfallen, das soll aber nicht auf Kosten einer ordentlichen Ausstattung gehen. Die Olympus PEN Reihe ist mir da recht bald ins Auge gefallen. Kameras von Olympus hatte ich schon früher, die sind also schon einige Zeit im Geschäft, die technische Ausstattung hört sich gut an und zudem sehen sie mit ihrem Vintage-Style auch noch echt gut aus. Vom Gewicht und der Größe ist die Kamera nun nicht für die Hosentasche geeignet und auch nicht federleicht, ist aber ein guter Tradeoff zwischen Handlichkeit und Gesamtausstattung und doch bedeutend leichter und kleiner als meine Spiegelreflex.

Die Kamera hat 16 Megapixel, was für die Größe ein hervorragender Wert ist, denn entsprechend groß fällt der Sensor aus und damit dürfte auch bei höheren ISO Werten nicht sofort alles verrauscht sein. Das ist ja gerade bei den Smartphones immer das Problem. Mit dabei ist ein ordentliches Objektiv. Ich habe das Kit mit dem M.Zuiko Digital ED 14‑42mm F3.5‑5.6 EZ gewählt, Pancake weil es recht klein ausfällt und erst beim Einschalten zur vollen Größe ausfährt. Das entspricht umgerechnet auf Kleinbild-Format einen Bereich von 28 bis 84mm und ist so also alltagstauglich.

Mit der Bildqualität bin ich sehr zufrieden, da merkt man sofort, dass die Kamera ein gut abgehangenes und ausgereiftes Gerät ist. Auch im Makrobereich ist die Kamera echt gut, wobei ich dazu immer mit höheren Brennweiten fotografiere, denn sonst fallen die stürzenden Linien zu stark aus. Dank der Bildstabilisierung holt man da auch bei mäßigen Lichtverhältnissen noch erstaunlich viel raus. Da ist die Kamera definitv besser als meine Canon 60d (wobei das wahrscheinlich mit einem besseren Objektiv dort auch anders aussehen würde). Die Bildverarbeitung auf der Kamera erscheint mir auch sehr ausgewogen und so kommen selten Fotos heraus, wo man noch viel nachbearbeiten muss. Weißabgleich, Farbsättigung usw., das hat die Kamerasoftware sehr gut drauf. Auch damals bei meinem Sprung von der Canon 20d auf die 60d war schon auffällig, dass an der Software auf der Kamera gearbeitet wurde und diese weitaus bessere Ergebnisse liefert. Das merkt man hier auch wieder, was auch nachvollziehbar ist, denn mit leistungsstärkerer Hardware lässt sich auch mehr Bildverarbeitung auf der Kamera durchführen.

Von der Bedienung kommt die PEN nicht an eine Spiegelreflexkamera heran. Auch von der Haptik nicht, da ist meine 60d einfach zu gut mit den zwei Rädern über die man ohne hinzusehen ganz schnell Blende und Verschlusszeit anpassen kann. Die PEN hat auch ein Rad, über das sich die Belichtung nachkorrigieren lässt, was sehr praktisch ist. Aber wenn man dann im Programmmodus beispielsweise die Blende-Verschlusszeit ausbalancieren möchte, dann muss man schon vorher einen Knopf drücken und erstmal schauen. Überhaupt hat die Kamera auch keinen Sucher. Für meinen Anwendungsfall ist das völlig in Ordnung, denn die Kamera soll das meiste alleine machen und ich möchte gerade nicht groß an den Settings drehen. Das ist auch meine Erfahrung mit meiner Spiegelreflexkamera gewesen, dass ich dann doch extrem oft im Programmmodus unterwegs war. Wenn man einen Ausflug macht und irgendwo in der Mittagssonne etwas fotografiert, dann ist das eben auch eine sehr einfache Situation, das kann jede 0815-Kamera-Automatik. Die Knöpfe und auch die Funktion von dem Rad lassen sich aber konfigurieren. Das hab ich noch nicht ausprobiert, ich glaub da muss ich noch ein bisschen austesten, ob es da bessere Einstellungen gibt. Allerdings werde ich wohl primär im Automatikmodus fotografieren. Und wie sich an meiner bisherigen Nutzung abzeichnet, wird wohl der Szenemodus mein zweithäufigst genutzte Funktion sein. Damit kann man zwischen verschiedenen Situationen wählen, beispielsweise Portrait, Makro usw. und der Kamera sozusagen einen Hinweis geben. Das ist auch ein alter Hut, aber hat sich eigentlich immer ganz gut bewährt. So auch bei der PEN.

Richtig gut gefällt mir das Aussehen der Kamera. Da bin ich einfach anfällig für so einen Vintage-Stil, das macht einfach was her. Die Kamera gibt es auch in schwarz (war mir zu langweilig) und in weiß (war mir zu feminin). Das braun sieht schon echt schick aus und insgesamt ist die Kamera wertig verarbeitet. Olympus zielt mit der Kamera ja so in den Bereich Lifestyle und chic und stylisch und Grace Kelly und InstagrammerInfluencerBlogger. Zumindest ist die Kamera mit dem klappbaren Display selfitauglich und hat auch WLAN und man kann direkt mit einer App die Bilder auf das Smartphone saugen. Das werde ich wohl nicht oft nutzen, aber im Urlaub ist das vielleicht mal ganz gut.

Ansonsten ist die Ausstattung top, da ist alles dabei was man so braucht. Großes Touch-Display, alle möglichen Settings, HDR Modus und ein großer ISO Bereich, Infoanzeige mit Histogramm usw. Das Menü finde ich nicht so schick, das hätte durchaus schöner ausfallen können und ist einfach eine schnöde superlange Liste. Allerdings braucht man die auch nicht sonderlich oft.

Die Kamera hat zudem keinen eingebauten Blitz. Stattdessen wird ein kleiner Aufsteckblitz mitgeliefert, den ich noch nicht einmal genutzt habe. Ich mag Blitzen überhaupt nicht und bin ganz froh, dass keiner fest eingebaut ist, dann kann der auch nicht versehentlich aktiviert werden.

Mit dabei ist bei meinem Kit auch ein Schultergurt, aber das Teil kann man komplett vergessen. Das ist auch in der Lederoptik, allerdings lag hier auch für die braune Kamera ein weißer Gurt bei. Und der sieht schon echt nach Handtasche aus und ist auch sehr unpraktisch. Darauf war ich vorbereitet, denn die mitgelieferten Kameragurte sind eigentlich immer Trash. Für meine Canon 60d habe ich einen Sling-Kameragurt von BlackRapid und auch für meine neue Olympus habe ich mir einen solchen geholt. Allerdings einen schmalen und handlicheren, denn der BlackRapid meiner Spiegelreflexkamera ist schon ziemlich fett. Ich finde die BlackRapid Gurte einfach nur genial. Die hängt man sich sozusagen schräg über die Schulter und die Kamera wird mit dem Stativgewinde an eine frei bewegliche Öse gehängt. Damit kann man die Kamera immer sofort greifen und auf Augenhöhe bringen und einfach wieder zurück an der Hüfte baumeln lassen, wenn man sie nicht braucht. Ich hab mir den BlackRapid Street bestellt. Wer sich das nicht vorstellen kann, findet hier ein Video von dem Teil wo gezeigt wird, wie das funktioniert.

Beispielbilder von der Olympus PEN gibt es hier auf Lesestunden. Meine Fotos zu Victoria von Knut Hamsun habe ich mit damit gemacht und auch Liebe in der Nacht von F. Scott Fitzgerald. Auch die Familienfotos haben eine schöne Qualität, also in Summe ist sie sehr alltagstauglich.

Der Preis der Kamera zusammen dem 14-42mm Objektiv hängt stark von der Farbe ab. Am günstigsten mit so um die 380 Euro ist weiß und schwarz. Bei der letzten Mediamarkt-MwSt-Aktion ist man sogar auf ca. 320 Euro gekommen, was echt top ist für die Kamera. Die braune Variante bekommt man nicht viel günstiger als zum vom Hersteller genannte Preis von 500 Euro. Tja, wer so richtig influencer-chic sein will, muss nochmal ein paar Scheine in die Hand nehmen.

Fazit: Ich bin sehr zufrieden mit meiner Olympus PEN E-PL8. Die Fotos haben out-of-the-box eine sehr gute Qualität, sie kommt mit einer sehr guten Bildstabilisierung ums Eck und macht auch im Automatikmodus Fotos für Lesestunden die ich nicht groß nachbearbeiten muss. Sie ist kein Leichtgewicht aber auch nicht im Ansatz so schwer und unhandlich wie eine Spiegelreflexkamera. Zudem sieht sie schick aus und ist wertig verarbeitet. Der Schultergurt taugt nicht viel, da empfehle ich einen BlackRapid Sling-Kameragurt, der wesentlich praktischer ist. Auch das Softwaremenü fällt eher schnöde aus. In Summe ist die PEN eine super Kamera mit der ich sehr zufrieden bin und die ich nur empfehlen kann. Wer eine Allroundkamera sucht, die gut aussieht, für Alltagssituationen geeignet sein soll und mit der auch mal Fotos für den Buchblog geknipst werden sollen, der ist hier genau richtig.

7 Kommentare

  1. Moin,
    Ich hatte mich vor Jahren für eine SX230 von Canon als Mittelding zwischen Nikon und Handy entschieden. Was mich jetzt masslos ärgert ist die Tatsache, dass sie im Prinzip Elektroschrott ist. Nicht dass sie den Geist aufgegeben hat. Nein, es ist der Akku. Mein Akku hat aufgegeben und schafft nicht mehr als 12 bis 15 Bilder (voll aufgeladen) Der Ersatzakku hat auch schon merkliche Leistungseinbußen.
    Also flugs bei Amazon vorbeigeschaut, da kosten Originalakkus 70€ und mehr. Liest man sich die Rezensionen durch sind das aber keine Originalakkus, sondern beim genauen hinsehen in der aufgedruckten Schrift anders und auch das Gewicht ist 10 Gramm leichter. Die Akkus der Fremdfirmen sind zwar günstiger, aber nicht viel besser in der Leistung, drastischer Kapazitätsabfall nach 2 bis 3 Monaten. Die Akkus der Nachfolgeversionen passen natürlich nicht.
    So habe ich noch eine gute, funktionierende Kamera, die ich bald nicht mehr gescheit nutzen kann 🙁
    Für meine Nikon, die deutlich älter ist, kriege ich immer noch Akkus, die den originalen in nichts nachstehen.
    Aber ansonsten schickes Teil. Ich schleppe meine Nikon auch immer weniger mit. Ich war vor kurzem in Südfrankreich, und bei Temperaturen > 40 Grad haben wir sie noch nichtmal ausgepackt.
    Kauf dir also gleich ein paar Akkus, damit du lange Spass an deinem Schmuckstück hast.
    //Huebi

    1. Hallo Huebi

      ich hatte damals für meine Canon 20d auch einen no-name Ersatzakku von Ebay. Der hat schon einige Zeit gehalten. Nicht so lange wie der originale, aber der war nicht schlecht. Für die PEN-8 gibts auch einige Low-Budget-Ersatzakkus. Mal sehen, wie lange der mitgelieferte Akku durchhält. Der von meiner Canon 60d ist nach über sieben Jahre noch top in Ordnung.

      Ich glaub das Problem mit den dicken Cams haben viele, dass das einfach irgendwann nervt, so eine fette schwere DSLR mitzuschleppen.

      Wie siehts bei Dir literarisch aus? Ich hab schon länger nichts mehr von Dir gelesen 😉

      Liebe Grüße
      Tobi

      1. Hi Tobi,

        literarisch-technisch geht meinem guten Sony PRS650 die Puste aus. Im Urlaub hat jetzt die Hülle stark gelitten, wir hatten aber auch über 40 Grad. Obs das war? Aber das bedingt ja noch keinen neuen Reader. er alte fing einfach an, alle 10 bis 15 Minuten zu rebooten, was natürlich ziemlich lästig ist. So habe ich mir einen Tolino Epos geholt. Der ist nicht nur leichter, sondern auch größer und die Hintergrundbeleuchtung einfach rre praktisch.

        Literarisch war ich auf Krimi-Abwegen. Ich hab mir im Urlaub den 6ten Band der David Hunter Serie zu Gemüte geführt. Die Bücher haben mich richt gefesselt und fand sie sehr spannend. Aber jetzt ist genug, Simon Beckett gehen jetzt wohl die Ideen aus. Dann hab ich mir einen Langeoog Krimi durchgelesen. Aber das ging gar nicht. An der Nordsee machen wir immer Ausruhurlaube dann und wann und waren jetzt schn öfter dort, so daß ich mittlerweile jeden Stein dort kenne 🙂 Da sind die Bilder im Kopf schon da, und wenn die Bilder im Buch dann nicht ganz dazu passen kommt irgendwie kein Lesespass auf. Dann hab ich von Sophie Bonnet die Provence Krimis gelesen, das ging wesentlich besser, weil ich zwar in der Provence war, die aber gross genug ist, so dass man beileibe nicht alles kennen kann. Beim dritten Band wars dann aber genug – sowohl von Bonnet als auch mit Krimis.

        Klassich bn ich bei Goethe und Shakespeare gelandet, zwei sehr gute epubs gefunden, da habe ich mit gleich die Leiden des Werthers und der Widerspenstigen Zähmung gelesen. Und nein, ich hab nicht von beiden die gesammelten Werke auf einmal durch 🙂 Die nehme ich mir stückweise vor.

        Zur Zeit lese ich „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling – zum dritten Mal. Aber ich finde die Wandlung vom lustigen Clown zu seinenm wirklich nachdenklich machenden Philosophien einfach faszinierend.

        Von dem was du in der letzten Zeit vorgestellt hast hat halt nichts in mein Beuteschema gepasst – der Lesenwollenbeissreflex war nicht stark genug, um den SuB anwachsen zu lassen. Deswegen war ich eher still.

        Was nach HaPe kommt, weiss ich noch nicht. Aber der SuB ist gross genug. Es wird aber bestimmt kein Krimi mehr die nächste Zeit.

        //Huebi

        1. Lieber Huebi,

          der Tolino Epos sieht ja schon ziemlich gut aus mit dem großen Display. Die Teile werden schon immer besser. Aber der Sony PRS650 ist doch schon super alt, das ist doch ganz gut wenn der den Geist aufgibt, dann hat man einen guten Grund sich was Neues zu holen 😉

          Ah mit Krimis geht bei mir gar nichts. Aber ich kenne solche Phasen, wo man voll gerne etwas in eine Richtung liest, bis man das dann über hat. Wer weiß, vielleicht überkommt mich das auch mal und ich lese einen ganzen Sack Krimis.

          Hape Kerkeling sein Buch hab ich nie gelesen, das war mir immer zu kommerziell. Meine bessere Hälfte hat mir aber damals immer mal wieder ein paar Episoden daraus vorgelesen. Wie er in sengender Hitze direkt an der stark befahrenen spanischen Autobahn entlang läuft… Dass du das aber gleich zum dritten Mal liest… 😉

          Hm mal sehen ob ich dich in nächster Zeit mit etwas anfixen kann. Ich hab nach sehr langer Zeit mal wieder Lust auf ein paar Jugendbücher und da hab ich schon die ein oder andere sehr kommerzielle Schwarte auf der Wunschliste. Mein SuB wächst momentan auch wieder überdurchschnittlich. Jetzt ging es ein halbes Jahr ganz gut, aber irgendwann packts mich dann einfach wieder und jetzt kommen wieder einige neue Bücher ins Haus.

          Liebe Grüße und viel Lesevergnügen
          Tobi

  2. Die ist wirklich ein optisches Schmuckstück, toll! Mit der hatte ich auch geliebäugelt. Ich habe jetzt stattdessen eine PEN F und ich liiiieebe sie, damit kriege ich so tolle Fotos hin, obwohl ich von Fotografie keine Ahnung habe. Und deine Fotos finde ich generell immer sehr geschmackvoll.

    1. Liebes Friedelchen,

      die PEN F habe ich auch gesehen, aber die ist preislich schon im Premiumbereich. So viel wollte ich dann nicht in die Hand nehmen, wobei eine Spiegelreflex ja auch schnell so viel kostet. Ich mag ja diesen Retrostil sehr gerne, so eine Kamera nimmt man dann auch echt gerne in die Hand. Smartphonefotos sind ja in vielen Situationen auch völlig in Ordnung, das hat man auch immer dabei. Aber stilvoll mit einem guten Gefühl geht das aber nur mit einer ordentlichen Kamera. Da kann ich gut nachvollziehen, dass Du Dir da eine so gute Olympus geholt hast.

      Liebe Grüße
      Tobi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert