Wer kennt sie nicht, die Bücher von Tolkien? Seit den aufwendig gemachten Filmen dürfte beim letzten Nichtnerd angekommen sein, dass Der Herr der Ringe und seine Vorgeschichte Der Hobbit sehr gelungene und schöne Fantasy-Geschichten sind. Ich habe in meinen Teenagerjahren Der Herr der Ringe gelesen, wobei mir das Buch aber nur sehr grob in Erinnerung geblieben ist. Das liegt primär daran, dass ich vor der Lektüre bereits den Osten Ard Zyklus von Tad Williams gelesen hatte und somit die Rolle der ersten perfekten, epischen und fesselnden Fantasygeschichte bereits belegt war. Nachdem das allerdings schon einige Zeit zurück liegt und ich auch die Filme schon ziemlich vergessen habe, ist das nun ein guter Zeitpunkt, die Bücher von Tolkien erneut zur Hand zu nehmen.

Natürlich ist klar, dass ich wenig Lust auf ein billiges Buch von der Stange hatte und mir natürlich wieder eine geschmeidige Prunkausgabe geholt habe. Als limitierte Auflage bietet der Klett-Cotta Verlag, der alle Bücher von Tolkien im Programm hat, als schmucke in Leder gebundene Ausgabe mit Schuber an. Mit 99 Euro ist das nicht gerade ein günstiges Vergnügen, aber zusammen mit den Illustrationen der Originalausgabe von 1937 und einer gelungenen und sehr stimmigen und altmodischen Aufmachung ist das Buch ein echtes Schmuckstück, an dem ich dann doch nicht vorbei gekommen bin. Das Buch strahlt etwas antiquiertes aus und man fühlt sich in die Zeit Tolkiens zurück versetzt, wo es noch keine Hochglanzcovers mit aufwendig gestalteten Fantasyillustrationen gab.

Der Hobbit von J. R. R. Tolkien

Der Inhalt der Geschichte ist kein großes Geheimnis mehr, zu kommerziell ist der Erfolg dieser Bücher und der dazugehörigen Filmen. Der Hobbit Bilbo geht zusammen mit ein paar Zwergen und dem Zauberer Gandalf auf eine gefährliche Abenteuerreise, um den bösen Drachen Smaug einen üppigen Schatz inklusive Königreich zu entreißen. Dabei stolpert er über ein Geschmeide, das wohl mittlerweile jeder kennen sollte: Einem verzauberten Ring, der seinen Träger unsichtbar macht und Bilbo das ein oder andere Mal aus der Patsche hilft. Darüber hinaus erlebt er zahlreiche Abenteuer und Gefahren, mit Elfen, Zwerge und Orks in einer sehr schön anmutenden nordischen Welt und natürlich mit einer ordentlichen Schlacht.

Der Hobbit von J. R. R. Tolkien

Die Filme zu Der Hobbit hatte ich nur noch schwach im Gedächtnis und somit haben die ersten beiden Teile nur begrenzt meine Vorstellungskraft beeinflusst. Zu den meisten Beschreibungen entstanden also ganz eigene Bilder aus und in meiner eigenen Phantasie. Während mir der Film recht langgezogen vorkam, hat mich das hohe Tempo des Buches überrascht. Wo im Film mal gefühlt Ewigkeiten geschlachtet und gekämpft wird, da löst sich die Situation im Buch recht schnell und Teils unspektakulär auf. Aber klar, wer das Buch zu drei Filmen mit Überlänge verarbeiten will, muss natürlich strecken wo es geht und dann dauert das Gemetzel auch mal etwas länger. Grundsätzlich würde ich sagen, dass die Settings der Filme schon sehr perfektioniert sind. Die Stadt im See beispielsweise wird im Buch nicht in der Tiefe beschrieben und dargestellt, wie das in den Filmen der Fall ist. Für mich war das immer der entscheidende Grund, wieso ich die Streifen dann doch immer im Kino ansehen wollte. Zu schön sind einfach die Landschaften und die Natur Neuseelands.

Der Hobbit von J. R. R. Tolkien

Mit Tolkiens Bücher verbinde ich auch immer schöne Illustrationen. Ted Nasmith ist mir als Maler gut in Erinnerung. John Howe ist ein weiterer Maler, der als Konzeptkünstler auch an den Filmen beteiligt war und die Szenen aus den Büchern wirklich meisterhaft umgesetzt hat. (Mein John Howe war übrigens Michael Whelan, der zu Tad Williams Osten Ard Bücher die Illustrationen gemacht hat und John Howe in nichts nachsteht). Wem übrigens das Thema interessiert, dem empfehle ich die Dokumentation „Auf den Spuren der Hobbits“, die vor einiger Zeit auf Arte gelaufen ist und sicher irgendwo im Netz zu finden ist (oder irgendwann als Wiederholung bei Arte). Die Orte aus Der Herr der Ringe sind einfach wahnsinnig stimmungsvoll und vorbelastet mit diesen schönen Gemälden und den wunderschönen Aufnahmen von Neuseeland aus den Filmen, habe ich diese schönen Kulissen auch während der Lektüre schnell wieder gefunden.

Das Buch wartet mit den Illustrationen der Erstausgabe von 1937 auf, die von Tolkien selbst stammen und von H. E. Riddet 1976 koloriert wurden. Zudem sind zwei englisch beschriftete Karte eingearbeitet, die auf der einen Seite Thrors Karte und auf der anderen das Wilderland zeigt, das auch das Gebiet ist, das die Gefährten in diesem Buch durchreisen. Wie von den Tolkienbüchern gewohnt wirkt die skizzenhafte Karte mit den Runen sehr stimmungsvoll und dient als gute Orientierungshilfe.

Der Hobbit von J. R. R. Tolkien

Die Übersetzung von Wolfgang Krege zu Der Herr der Ringe wurde von einigen Lesern stark kritisiert. Scheinbar wurde hier der Versuch unternommen, die Sprache etwas zeitgemäßer zu gestalten, was bei den Leser eher unangenehm aufgefallen ist. Zumindest jenen, welche die Übersetzung von Margaret Carroux bereits gelesen haben. Bei dieser Ausgabe ist mir das nur an sehr sehr wenigen Stellen aufgefallen (z.B. auf Seite 104: „[…]dann schnappt uns irgendein Riese und kickt uns in die Wolken wie Fußbälle.“). Das Buch lässt sich angenehm lesen. Die Sprache ist einfach und passt sehr gut zu einem Kinderbuch, das aber auch gut von Erwachsenen gelesen werden kann und nicht mit einem zu schlichten Stil aufwartet. Oft tritt auch der Erzähler in Erscheinung, was das Gefühl, ein Buch für Kinder in den Händen zu halten nur verstärkt hat, aber ebenfalls nicht unangenehm ist. Von herausragender Art sind die Sprachmelodie und die Satzkonstruktionen allerdings nicht.

Das Tempo der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Es wird an keiner Stelle langweilig und es gibt keinerlei Längen. Auch die Beschreibungen der Natur, der Orte und Figuren sind sehr schön ausgewogen, bildhaft und machen es sehr leicht, sich die Szenen und die Landschaft vorzustellen. Irgendwie habe ich immer darauf gewartet, dass es langatmig wird und war dann überrascht, dass die einzelnen Episoden so schnell vorbei waren (z. B. wie Bilbo und die Zwerge auf die Trolle treffen). Da hat sich bei mir die unbewusste Erinnerung an die Filme bemerkbar gemacht. Aber es ist natürlich klar, dass die Bücher Tolkiens die Filme überflügeln. Gerade Richtung Ende des Buches wechselt die Konstellation und die Zusammensetzung der Konfliktparteien relativ schnell, was dem Buch gerade am Ende nochmal Schwung und Würze gibt. Etwas, das mir bei diesem Buch wirklich gut gefallen hat. Es bleibt also tatsächlich bis zur letzten Seite spannend.

Der Hobbit von J. R. R. Tolkien

Das Vorwort, das ich gewohnheitsgemäß erst am Ende gelesen habe, wurde von Tolkiens Sohn Christopher Tolkien verfasst und gibt ein paar Hintergrundinformationen zur Entstehung und zu den Illustrationen in dem Buch. Ich habe es als wenig informativ empfunden und den Eindruck, dass es sich eher an Tolkien-Begeisterte richtet.

Der Hobbit von J. R. R. Tolkien

Fazit: Wer ein schönes Fantasyabenteuer sucht, dem kann ich diese alte aber ungeschlagen populäre Fantasygeschichte nur empfehlen. Auch mit der verblassenden Erinnerung an die Filme im Hinterkopf schafft es Tolkien mit einem schnellen, unterhaltsamen und bildhaften Erzählstil den Leser zu fesseln und eine ganz eigene Vorstellung von den Orten und Szenen hervorzurufen. Sowohl die Übersetzung, als auch die schöne Aufmachung dieser Prunkausgabe, mit ihren altertümlich wirkenden Illustrationen können sich sehen lassen. Ich bin richtig eingetaucht in diese schöne Welt, in Bilbos Abenteuer und in ein so richtig klassisches Fantasysetting, das schließlich ein ganzes Genre begründet hat und auch nach all den vielen Jahren den aktuellen Werken noch immer in nichts nachsteht. Mit dem Preis- / Leistungsverhältnis spricht bei dieser Ausgabe der Verlag wohl primär Bibliophile und Tolkienfans an, allerdings gibt es ja genug Ausgaben von dem Buch, so dass sich jeder seine bevorzugte Machart wählen kann. Ein Buch, das ich rundum empfehlen kann.

Wertung in Sternen

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Über das Buch

Der Hobbit von J. R. R. Tolkien Titel: Der Hobbit
Autor: J. R. R. Tolkien
Verlag: Klett-Cotta Verlag
Übersetzung: Wolfgang Krege
Erschienen: 21. September 2012
Erstveröffentlichung: 1937
Seiten: 400 Seiten

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verfasst von Tobi

    21 Kommentare

  1. Verena 4. Juni 2016 at 21:06 Antworten

    Wow, was für eine schöne Ausgabe! Aber der Preis – hui!

    Tolkien hat eine wunderbare Welt erschaffen und ich habe natürlich sowohl den Hobbit als auch den Herrn der Ringe gelesen (deutsch und englisch) und gesehen (HdR nur auf Deutsch, den Hobbit nur auf Englisch und leider in 3D). Die Hobbit-Filme fand ich nicht so toll. Das liegt vor allem an der Umsetzung, denn die Landschaft wirkte so künstlich. Wenn man sich im Gegenzug HdR anschaut, ist da ein krasser Unterschied – was sicher vor allem an dem technischen Fortschritt liegt. Dabei hatte ich mich so auf diese schöne Landschaft gefreut, die schon in HdR gezeigt wurde. Hätte ich nicht solche Angst davor, würde ich gerne nach Neuseeland fliegen, um die Landschaft in echt sehen zu können.

    • Tobi 4. Juni 2016 at 21:20 Antworten

      Liebe Verena,

      cool, dann bist du ja ein richtiger Herr der Ringe Fan. Dann dürfte das Buch ja eigentlich in dein Beuteschema fallen 😉 Aber ich gebe dir Recht, die schöne Aufmachung muss einem das schon Wert sein.

      Die Herr der Ringe Filme habe ich auch alle im Kino gesehen. Beim Hobbit nur die ersten beiden und so richtig begeistert war ich davon auch nicht. Aber ich bin an sich nicht so der Filme Fan und ziehe immer die Bücher vor.

      Die Landschaften haben mir aber in allen Filmen sehr gefallen. Die Stadt auf dem See war schon sehr schön gemacht. Und natürlich die weiten Landschaften mit Gebirgszügen. Mir gehts da aber wie dir. Angst vorm Fliegen hab ich zwar nicht, aber die weite Entfernung ist schon krass. Da gibt es einfach noch zu viele schöne Länder zu entdecken, die wesentlich näher sind. Und wenn ich mir die Fotos und Dokus über Neuseeland so anschaue, dann wird es von Island doch um einiges getoppt. Und das ist praktisch gleich ums Eck, wenn man das mit Neuseeland vergleicht.

      Liebe Grüße
      Tobi

  2. Thomas 4. Juni 2016 at 22:41 Antworten

    Hallo Tobi,
    eine schön gestaltete Buchausgabe ist das. Für mich ist allerdings die Krege-Übersetzung ein absolutes No-go, wobei mein Urteil da nur auf der Herr der Ringe-Übersetzung beruht. Hatte seinerzeit mal einige Textpassagen verglichen und habe die „Modernisierung“ der Sprache durch Krege als extrem unpassend empfunden. So muss ich jetzt mit meiner uralten, abgegriffenen Carroux-Übersetzung leben. Leider habe ich nur die alte grüne Paperback-Ausgabe. So hoffe ich weiterhin auf eine Neuauflage der ledergebundenen Dünndruckausgabe der HdR-Übersetzung und werde mir auch vom Hobbit keine Krege-Übersetzung zulegen.
    LIebe Grüße
    Thomas

    • Tobi 5. Juni 2016 at 9:01 Antworten

      Lieber Thomas,

      das die Krege Übersetzung nicht so gut sein soll, hab ich nun schon öfters gelesen. Bei „Der Hobbit“ fand ich die Übersetzung nicht auffallend schlecht. Mit Ausnahme von ein paar wenigen Stellen. Aber bei „Herr der Ringe“ wollte ich mich nicht auf Versuche einlassen, da habe ich mir die Übersetzung von Carroux geholt. Die gibt es aber durchaus noch als gebundenes Buch zu kaufen: https://www.amazon.de/Herr-Ringe-J-R-R-Tolkien/dp/3608938281/.

      Liebe Grüße
      Tobi

  3. Tante Tex 5. Juni 2016 at 10:41 Antworten

    Wirklich eine wundervolle Ausgabe. Da lohnt sich jeder Euro.
    In Leder gebundene Bücher geben einfach ein Gefühl von vollwertigem Leseerlebnis. Haptik, Bindung, das edlere Papier und die Langlebigkeit sind mit einem Taschenbuch eben nicht zu Vergleichen. Taschenbücher haben über kurz oder lang ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Doch bei solchen gebundenen Schönheiten hat man das Gefühl, das man mit ihnen alt werden kann.

    • Tobi 5. Juni 2016 at 21:01 Antworten

      Da haben wir das gleiche Verständnis und die gleiche Erwartung an Bücher. Ich sehe es ganz genauso wie du. Ein schönes Buch dann einfach nur im Regal zu haben, ist einfach etwas Schönes und ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich sie dann doch immer mal wieder aus dem Regal ziehe, nur um darin etwas zu blättern und an die schönen Lesestunden zurück zu denken.

      Ich schon einmal gelesen, dass die ganzen Bücher mit Klebebindung einmal kaputt gehen und nur die Fadenbindung etwas für Jahrhunderte ist. Am Ende bin ich mir sicher, dass meine zerlesenen dtv Taschenbücher mich sicher weit überleben und die Klebebindung gut hält. Aber wenn ich mir beispielsweise meine Mare Bücher im Schuber anschaue, dann sehen die halt noch wie neu aus, während eben die benannten Taschenbücher nach einer Lektüre schon ziemlich durchgelutscht sind. Und das, obwohl ich mit beiden Formaten gleich unachtsam bin.

      Liebe Grüße
      Tobi

  4. simon segur 5. Juni 2016 at 11:58 Antworten

    Danke für diese sehr informative und schön gemachte Rezi – inklusive den Hinweisen auf die arte-Doku und Tad Williams, dessen Osten Ard ich vor gar nicht langer Zeit mit großer Lust gelesen habe. Wärmt mir immer wieder das Herz, dass es doch noch einige Bibliophile da draußen gibt 🙂

    • Tobi 5. Juni 2016 at 21:05 Antworten

      Lieber Simon,

      ich glaub so unbekannt ist Tad Williams Osten Ard Zyklus gar nicht. Ich treffe immer wieder auf Buchblogger, die seine Bücher lieben und schätzen. Aber wenn man auch schaut, dass seine Bücher im Rahmen der Hobbit Presse erscheinen, ist auch klar, dass es sich einfach um Premium Literatur handelt. Ich hab noch die Ausgaben aus den 90ern Zuhause und schon ein paar mal darüber nachgedacht mir die neueste Auflage zu holen. Er schreibt ja an einer Fortsetzung und wenn die vollständig raus ist, dann werde ich die gesamte Reihe komplett neu lesen. So hab ich das schon mit Shadowmarch gemacht und das war ein echtes Vergnügen. Alle vier Bücher am Stück zu lesen ist schon genial, weil Tad Williams es einfach versteht einen wunderbaren Spannungsbogen zu erzeugen.

      Herzliche Grüße
      Tobi

  5. sabine delorme 5. Juni 2016 at 12:59 Antworten

    Eine wirklich schöne Ausgabe und sehr schöne Rezension. Bin kein großer Tolkien Fan, aber den Hobbit mochte ich sehr. Habe mein Ausgabe auf diese Schmuckausgabe des Folio Verlages geworfen, da ich gerne im original lese:
    http://www.foliosociety.com/book/HOB/hobbit

    Liebe Grüße vom bingereader 🙂

    • Tobi 5. Juni 2016 at 21:06 Antworten

      Liebe Sabine,

      oh ja, die Schmuckausgabe vom Folio Verlag sieht auch genial aus. Ich hab immer das Gefühl, dass es im englischen Sprachraum wesentlich mehr schöne Ausgaben gibt als in Deutschland. Easton Press hat auch echt geniale Bücher am Start. Sowas fehlt hierzulande einfach noch.

      Liebe Grüße
      Tobi

  6. Tinka 5. Juni 2016 at 13:18 Antworten

    Huhu,

    wow das Buch ist echt wunderschön! Ich liebe Ledereinband-Ausgaben!! Tolkien ist einfach wunderbar, einer meiner Lieblingsautoren. Ich habe alle Bücher von ihm, manche sogar doppelt. Einmal in Deutsch und einmal in English, ich finde man muss Tolkien einfach im Original lesen, keine Übersetzung kommt da ran. Das so wie bei Shakespeare, den kann man find ich auch nicht überetzen, es ist einfach in English was ganz anderes.

    @Sabine Delorme: diese Ausgabe ist ein Traum und der Preis ist human! Echt schön!! 100 Eur würde ich glaub ich für kein Buch zahlen !! Da buch ich lieber ein Ticket und verreise für ein Wochenende 😉

    LG

    • Tobi 5. Juni 2016 at 21:13 Antworten

      Liebe Tinka,

      nach der Lektüre von „Der Hobbit“ habe ich eher weniger das Verlangen das Buch im Original zu lesen. Wenn ich an Honore de Balzac, Victor Hugo, Guy de Maupassant oder Gustave Flaubert denke, dann blicke ich schon neidisch auf die Franzosen, die das im Original lesen können. Die haben ja schon als Übersetzung eine Sprache, die mich komplett flashed. Bei „Der Hobbit“ hatte ich das nicht. Aber mal sehen, wie das bei Herr der Ringe ist. Das ist nun als nächstes dran und wird hier im Blog natürlich auch noch besprochen.

      Der Preis ist so eine Sache. Man muss natürlich schon ein gewisses Budget für Bücher und insbesondere für schöne Ausgaben haben. Wenn es einen nur um den Inhalt geht, gibt es wohl keine Ausgabe, mit der man schlechter fährt als wie mit dieser 😉 Mit 100 Euro kommst du halt über ein Wochenende auch nicht sonderlich weit. Wenn du nicht grad des Bayernticket nimmst, dann lutscht dir die Bahn schon die Kohle aus der Tasche 😉

      Liebe Grüße
      Tobi

  7. Tinka 6. Juni 2016 at 11:25 Antworten

    ach, da gibts zb von Urlaubsguru.at ganz gute Angebote und Städtetrips für unter 100 Eur mit Hotel 🙂

  8. Marc 8. Juni 2016 at 11:18 Antworten

    Hallo Tobi,

    eine wirklich sehr schöne Ausgabe von diesem Klassiker. Aber Kregge als Übersetzer? Nein danke! Ich hatte damals, als die Herr der Ringe – Filme veröffentlicht wurden, die Kregge-Ausgabe geschdnkt bekommen. Schrecklich in der Sprache und trifft überhaupt nicht den Ton der Geschichte. Das mag beim Hobbit vielleicht nicht so auffallen, aber bei HdR nutzte ich vor ein paar Jahren die Gelegenheit und kaufte die Carroux-Übersetzung in einer Neuauflage. Teilweise bekommt man eine andere Geschichte serviert. Ich bin definitiv für Pro- Carroux und kann einer Kregge-Übersetzung nichts mehr abgewinnen.

    Gruß
    Marc

    • Tobi 10. Juni 2016 at 11:50 Antworten

      Hallo Marc,

      hm, also das lese ich immer wieder. Bei Herr der Ringe hab ich mich da auf nichts eingelassen und Carroux gewählt. Aber interessant, dass da die Unterschiede so groß sind. Die Übersetzung von Krege wird ja beim Klett Verlag auch ziemlich groß im Programm. Wird wohl mal Zeit für eine weitere, neue Übersetzung.

      Herzliche Grüße
      Tobi

  9. Thomas 8. Juni 2016 at 20:24 Antworten

    Hallo Tobi,
    danke für den Link zu der Carroux-Übersetzung. Hatte sie schon mehrfach gesehen, wäre allerdings wirklich nur etwas fürs Regal. Zum Lesen ist dieser dicke Wälzer eigentlich nicht geeignet.
    Vielen Dank übrigens auch für den Hinweis, dass eine Fortsetzung zum Osten-Ard-Zyklus erscheint, das war mir bisher entgangen. Habe ich vor Jahren gelesen und es konnte mich fast genau so begeistern wie Herr der Ringe. Habe allerdings nicht wirklich viele Vergleichsmöglichkeiten, da ich nicht so viel Fantasy lese. Der Otherland-Zyklus konnte da nicht mithalten, habe ich bei Band 3 abgebrochen und möchte ihm irgendwann noch eine Chance geben.
    Gruß
    Thomas

    • Tobi 10. Juni 2016 at 12:11 Antworten

      Lieber Thomas,

      sooo unpraktisch ist das Buch gar nicht. Ich komm mit so dicken Schmöker ganz gut zurecht. Mit einem kleinen Taschenbuch ist es natürlich praktischer, aber ich mag so dicke gebundene Bücher einfach gerne. Und ich hab mich daran gewöhnt sie auch im Stehen zu lesen.

      Von Tad Williams letzten Büchern war ich vom Setting nicht so angetan. Aber so klassische Fantasy, die liebe ich bei ihm einfach. Mal sehen, wie lange er brauchen wird. Wenn er erst angefangen hat, müssen wir uns noch gedulden. Kann mich an Shadowmarch erinnern, das hat auch von Ankündigung bis das letzte Buch kam, einige Zeit gedauert (was auch nachvollziehbar ist, bei dem Umfang). Otherland konnte mich auch nicht richtig überzeugen. Habe das recht früh abgebrochen. Aber primär, weil ich Science-Fiction einfach nicht mag.

      Liebe Grüße
      Tobi

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