Manchmal schlagen bei mir Neuerscheinungen so richtig ein. Nicht oft, wenn dann aber richtig. Eine davon ist Das Herz der verlorenen Dinge von Tad Williams. Nachdem ich aber nicht das Buch alleine vorstellen kann, ohne auf den Osten Ard Zyklus als Ganzes einzugehen, möchte ich einfach alle Bücher dieser Reihe vorstellen. Gleich vorneweg: Für mich ist Tad Williams und besonders sein Osten Ard Zyklus das Beste, Hochwertigste und Lesenswerteste, was der Fantasy Buchmarkt so zu bieten hat. Wieso das so ist, will ich in diesem Beitrag genauer erläutern.

Wer wie ich Vielleser ist und sein ganzes Leben schon mit Büchern unterwegs ist, der hat so etwas wie eine Büchervergangenheit. Literarische Meilensteine, die an bestimmte Lebensphasen erinnern, die im Gedächtnis eine eigene Biographie sind und wie Musik der Soundtrack des eigenen Lebens sind. Als ich das erste Mal ein Buch von Tad Williams in Händen gehalten habe, da war ich ein junger Bursche, noch Schüler und so gut wie täglich auf Buchstreifzug. Als Nerd natürlich mit einem Hang zu Fantasy und irgendwann hab ich im Bücherladen Der Abschiedsstein gekauft und dabei völlig verplant, dass es der zweite Band ist. Das hat meiner Begeisterung allerdings nicht geschadet und binnen kürzester Zeit hat mich dieses Buch so gefesselt, dass ich es recht schnell verschlungen hatte. Ebenso dann die anderen beiden Bände. Ich war schwer begeistert, aber noch mehr als ich begeistert war, bin ich von der Welt, die Tad Williams da erschaffen hat, verschluckt worden. Als ob man tatsächlich träumen würde.

Vor gar nicht langer Zeit, habe ich die insgesamt mehr als 3600 Seiten nochmal gelesen und es ist verrückt, weil es irgendwie auch ein Blick in die eigene Vergangenheit ist und plötzlich ganz eigene Erinnerungen dabei geweckt werden. Der Osten Ard Zyklus besteht aus vier Büchern: Der Drachenbeinthron, Der Abschiedsstein, Die Nornenkönigin und Der Engelsturm. Protagonist der Geschichte ist der Küchenjunge Simon, der auf der alten Burg, dem Hochhorst als Waise bei den Küchenmädchen aufwächst und dabei eher als Träumer und Herumtreiber hervor sticht. Dann stirbt der alte König und es entbrennt ein Streit zwischen dessen Söhnen Josua und Elias. Simon stolpert in eine richtige Abenteuergeschichte, die es in sich hat. Tad Williams entspannt ausgehend von diesem, sich Eingangs eher platt anhörenden Plot eine richtig große und meisterhafte Fantasy-Geschichte. Ganz klassisch im High Fantasy Stil mit eigenen Völkern, typischen Antagonisten, dunklen Wäldern und Dungeons, Prinzessinen und spannenden Schlachten. Dabei macht Tad Williams keinen Hehl daraus, dass er sich von Tolkiens Der Herr der Ringe hat inspirieren lassen. Genauso wie George R. R. Martin offen zugibt, dass Tad Williams Osten Ard Zyklus seine Phantasie geweckt hat.

Besonderes, Herausragendes, Stil

Was macht diesen Zyklus aber so besonders? Das sind aus meiner Sicht mehrere Dinge. Zum Einen ist es diese wunderbare, riesige und fein ausgestaltete Welt. Ähnlich wie bei Der Herr der Ringe beschreibt er einfach sehr schön, mit teils gar nicht so vielen Worten, aber ganz deutlichen Akzenten, die Natur und die Handlungsorte. Einige davon werde ich nie wieder vergessen. Den Hochhorst natürlich, mit seinen prächtigen Katakomben, oder den Sesuadra, am Rande des großen alten Waldes Aldheorte oder natürlich Jao é-Tinukai’i, der Stadt der Sithi.

Ähnlich wie Tolkien bettet Tad Williams das ganze Geschehen in eine ganz stark wirkende Umgebung. Eine Welt, die ihre Geschichte hat, uralt ist, mit Völkern, die eine lange Vergangenheit haben und so fühlen sich die Orte, wie beispielsweise der Hochhorst, sehr authentisch an. Oft verflechtet Tad Williams seine Schauplätze mit der Natur, mit ihrer historischen Bedeutung und dem Zauber, der darüber hängt. Stimmungsvoller geht es oft nicht und alleine diese ganze Kulisse ist ein Genuss für sich. Aber auch die einzelnen Völker, und zuweilen sogar Figuren, haben eine lange Historie, die erst nach und nach in Erscheinung tritt.

Natürlich gibt es auch hier wieder eigene Völker. Ganz normale Menschen, zu denen auch der Protagonist gehört, Trolle, Rimmersmänner (an Vikinger angelehnt, die aber auch ein bisschen an Zwerge erinnern, nur größer als Menschen sind), die Nabbanai (eine Kultur, die an das römische oder byzantinische Reich erinnert) und natürlich die Sithi und Nornen. Sozusagen die Elfen, wobei das nicht ganz stimmt, denn Tad Williams hat ihnen ein ganz eigenen Stil gegeben. Schon mit dieser klischeehaften verträumten Naturverliebtheit, aber irgendwie anders. Für mich ein ganz großes Highlight der ganzen Reihe, denn sie sind ihm richtig gut gelungen. Authentisch, sonderbar, schön, unnahbar, wenig berechenbar und sehr faszinierend. Genau die richtige Würze für eine gute Fantasy Geschichte. Tatsächlich nimmt der Konflikt zwischen den Sithi, den Nornen und den Menschen sehr viel Raum ein. Insbesondere, dass dieser Konflikt und die Geschichte um die Sithi viele Jahrhunderte zuvor begonnen hat und deutliche Spuren in Osten Ard hinterlassen hat, wird Stück für Stück klar und so erfährt der Leser zusammen mit den Protagonisten auch was hinter diesen Völkern und ihren Konflikten steckt.

Sprich, alles was eine gute Fantasy Reihe braucht findet man hier. Was die Bücher aber so hervorragend macht, ist Tad Williams Art zu erzählen. Mich saugt es dabei immer in die Bücher und sein bildhafter Erzählstil, seine ausgewogene Sprache, die Art, wie er die Umgebung, die Menschen und ihre Gedanken beschreibt, all das ist Kopfkino pur. Man hat eher das Gefühl, man würde einen Film ansehen, als ein Buch lesen. Hier merkt man ganz deutlich den Einfluss von Film und Fernsehen auf die Literatur. Gleichzeitig ist Lesen immer mehr als ein Film und so taucht man in eine faszinierende Welt ein, die gleichzeitig aber auch der eigenen Phantasie entspringt. Als cineastisch wurde sein Schreibstil mal irgendwo bezeichnet und das trifft es aus meiner Sicht sehr gut.

Eine zweite Sache, die Tad Williams meisterhaft beherrscht, ist der Spannungsverlauf. Bei einigen Autoren ist das oft ja eher Zufall. Bei Tad Williams ist das immer sehr ausgewogen. Er versteht es einfach Spannung an den richtigen Stellen aufzubauen und zu erzeugen. Bei dem großen Finale, da dreht man beim Lesen ziemlich am Rad (nicht nur im übertragenen Sinne). Da ist das Lesetempo doppelt so schnell, einfach weil man wissen möchte, wie sich die Situation auflöst. Dabei bestehen die Bücher aus mehreren Handlungssträngen, zwischen denen immer hin und her gesprungen wird. Das hat mich damals beim Lesen gestört, weil ich sofort wissen wollte, wie es weiter geht. Stattdessen bekommt man praktisch immer wieder Cliffhanger präsentiert. Beim erneuten Lesen hat mir das aber sehr gut gefallen. Zum Einen sind alle Handlungsstränge sehr interessant, zum Anderen steigert das durchaus die Spannung. Tad Williams nutzt diese Szenenwechsel immer wieder um Akzente zu setzen. Übergänge, die oft an Filmszenen erinnern. Ein bisschen so wie bei Soaps, wo dann vor dem Ende einer Folge einige Sekunden auf die Gesichter gehalten wird, wenn sie einen Flintsch ziehen, weil sie gerade verlassen oder betrogen wurden, um die Emotionen ordentlich auszukosten (übertrieben gesprochen). Sehr stimmungsvoll.

In den Büchern haben unzählige Figuren ihren Auftritt und es laufen immer mehrere Handlungsstränge parallel ab, die sich manchmal kreuzen, verschmelzen, sich wieder verzweigen. Das Gesamtbild das dabei entsteht wird also aus mehreren Perspektiven gegeben. Die Story gewinnt dadurch an Komplexität, der Leser ist zugleich an mehreren Orten und bekommt auch immer wieder mal filmisch wirkende Zwischensequenzen präsentiert. Mal aus der Hochburg der Feinde, mal einen kurzen Dialog, in der der König mit einem seiner treuen Gefährten zusammen trifft, aber natürlich auch lange Szenen, welche die Geschichte voran treiben. Es ist eine ziemliche Leistung eine so umfassende Geschichte auf diese Weise zu komponieren, dabei nicht den Überblick zu verlieren und den Leser mitzunehmen und nicht irgendwo auf dem langen Weg zu verlieren.

Was es nicht gibt

Natürlich bekommt man hier klassische Fantasy, mit klar verteilten Fronten, klassischen Antagonisten, mit Charakteren, die natürlich völlig menschlich reagieren, sich echt anfühlen und einfach passen und dafür gemacht sind, ein richtiges Abenteuer zu erschaffen. Bücher um abzutauchen und komplett abzuschalten. Und dafür liebe ich Fantasybücher und dem Meister dieses Genres: Tad Williams. Auch wenn man nun einen platten moralischen Konflikt irgendwie aus den Büchern interpretieren kann, steht aus meiner Sicht die Story ziemlich für sich. Es geht darum zu unterhalten, in eine fremde Welt zu entführen und man findet hier keine detailreichen Charakterstudien, keinen abstrakten Blick auf die Gesellschaft oder irgendetwas, aus dem der Leser eine allgemeine Erkenntnis ziehen könnte und wirklich schlauer werden würde. Ich glaube, wenn jemand das erlebt, was Simon in diesen Büchern erlebt, dann wäre er danach so traumatisiert, dass er direkt in die Klapsmühle müsste, auf jeden Fall täglich auf die Couch. Das hier ist eine Fantasy Geschichte ganz nach klassischem Muster. Wirkliche Novitäten findet man hier nicht. Aber das ist auch völlig in Ordnung, denn in dem Rahmen, in den sich Tad Williams bewegt, ist er auch richtig gut.

Fortsetzung folgt

Tad Williams hat die Bücher Ende der 80er, Anfang der 90er veröffentlicht. Danach gab es nochmal eine kleine Novelle (Der brennende Mann) aber ab dann hat er sich anderen Projekten gewidmet. Sehr empfehlenswert ist auch Shadowmarch, ähnlich umfangreich, ähnlich hervorragend und ab April auch als Schnäppchen für 20 Euro als Ebook erhältlich. Da hätte ich mit nichts mehr gerechnet. Aber jetzt, so viele Jahre später, setzt Tad Williams diese Reihe fort. Genauer: Er schreibt an einem neuen Zyklus, der 30 Jahre nach den Geschehnissen der ersten Reihe anknüpft. Die Hexenholzkrone erscheint im August und November. Da wurde das erste Buch wieder in zwei Teile aufgeteilt. Ich vermute aus monetären Gründen, was ich gut verstehen kann, bei diesem Triple-A-Titel. Wobei mir das egal wäre, man könnte auch ein Buch machen und dafür doppelt so viel verlangen und es wäre immer noch ein Schnäppchen für das, was man hier geboten bekommt. Oder eben gleich eine Prunkausgabe.

Ich bin mir auf jeden Fall nicht sicher, ob ich im August mit dem Lesen anfangen werde. Vielleicht lese ich die beiden Teile im November, aber ich glaube ich werde eher warten, bis alle Teile raus sind. Bestellt werden sie alle auf jeden Fall und auch die Hexenholzkrone ist schon vorbestellt. Bei Shadowmarch habe ich dafür über sechs Jahre warten müssen, aber das Lesen war dann purer Genuss. Alle vier Bücher am Stück, das war schon sehr geschmeidig. Genauso wie bei dem erneuten Lesen der Osten Ard Bücher.

Zwischen jetzt und der Fortsetzung

Bevor es mit dem neuen Zyklus los geht, gibt es noch einen Zwischenband. Das Herz der verlorenen Dinge ist vor Kurzem erschienen und soll die Lücke zwischen den beiden Zyklen schließen. Es wird darin berichtet, was nach dem letzten Band passiert ist und was wohl als Basis für die neuen Bücher dient. Leider trifft man hier nur Herzog Isgrimnur und sonst niemand von den alten Figuren. Kein Simon, Miriamel, Aditu usw. was echt schade ist, denn auf die alten Helden war ich nach all den Jahren einfach super gespannt. Überhaupt war die Geschichte viel zu kurz. Der Leser erfährt hier mehr über die Nornen und ein Teil der Geschichte wird auch aus ihrer Perspektive geschildert. Aber effektiv 340 Seiten, das reicht zum anheizen, aber ist natürlich viel zu schnell vorbei. So richtig viel Neues erfährt man auch nicht. Es geht natürlich nochmal um die Sithi und Nornen und ihre Vergangenheit. Auf das Buch habe ich mich sehr gefreut, hab es gleich verschlungen, aber irgendwie ist da jetzt eine Lücke. Eine Lücke die beispielsweise der neue Zyklus gut füllen würde.

Am Ende von Das Herz der verlorenen Dinge ist auch schon das erste Kapitel von Die Hexenholzkrone abgedruckt. Das habe ich nicht gelesen, denn dann würde ich wahrscheinlich durchdrehen. Dann geht der neue Zyklus los und zack ist es schon wieder vorbei. Das ist wie ein Minihappen von einer Schokolade essen und sie dann wieder hergeben müssen.

Von Auflagen und Illustrationen

Das Geheimnis der großen Schwerter ist der Untertitel der Geschichte und tatsächlich geht es in dem Buch auch um geheimnisvolle und mächtige Schwerter, die ihren Schatten auf Osten Ard werfen. Allerdings gab es diesen Untertitel noch nicht in der ersten Ausgabe, die ich im Schrank stehen habe. 2010 wurden dann die Bücher überarbeitet und neu veröffentlicht. Diese, natürlich in gebundener Fassung, habe ich mir für ein erneutes Lesen geholt. Die alten Bücher fand ich zwar sehr schön und gelungen, die sind aber mittlerweile doch ganz schön durchgelutscht und wie ihr wisst, bin ich ja ziemlich verwöhnt.

Die Auflage aus den 90ern haben einen ganz entscheidenden Pluspunkt: die Coverillustrationen von Michael Whelan. Diese sind einfach ein Meisterwerk für sich und damit übertreibe ich sicher nicht. Michael Whelan ist ein Künstler, der schon zahlreiche Bücher illustriert hat, mehrfach ausgezeichnet wurde und zu den ganz dicken Fischen in der Illustratorszene (gibt es sowas?) ist. Er hat mehrere Gemälde zu Tad Williams Bücher gemacht und ich finde sie einfach perfekt. Sie spiegeln die Stimmung und die Menschen (und Sithi) in den Büchern einfach perfekt wieder. Dabei scheint Michael Whelan schon die Manuskripte gelesen zu haben und so sind das nicht einfach Bilder, die irgendwie auf die Bücher geklatscht wurden (was ebenfalls oft vorkommt), sondern sie sind genau für diese Bücher gezeichnet worden.

Stone of Farewell habe ich mir als Kunstdruck geholt. Alleine schon die Stimmung dieser verschneiten Landschaft ist perfekt. Zusammen mit den Büchern ist es aber etwas ganz Besonderes. Übrigens: Michael Whelan hat vor gar nicht langer Zeit ein Kickstarter Projekt für einen Bildband mit seinen schönsten Gemälden gestartet. $10.000 war sein Ziel und über $120.000 hat er erreicht. Für mich gut nachvollziehbar, dass da so viele Leute darauf abfahren und ich bin natürlich auch als backer dabei.

Die Auflage aus dem Jahre 2010 hat der türkische Künstler Kerem Beyit gemacht, den ich bereits vorher von Deviantart her kannte. Auch seine Bilder sind sehr schön, kommen aber an die von Michael Whelan nicht ran. Da fehlt mir diese ganz besondere Stimmung, die auch in den Büchern so schön vermittelt wird. Werbewirksam sind sie auf jeden Fall.

Was ich mir wünschen würde, wäre natürlich eine Prunkausgabe. In Leder oder Leinen gebunden, mit Fadenbindung und illustriert von Michael Whelan. Mit dieser schönen Typographie von der ersten Ausgabe. Idealerweise mit neuen Illustrationen, so wie bei der neuen Herr der Ringe Ausgabe. Der Preis wär bei sowas dann eigentlich auch egal. Da würde ich definitiv auch tiefer in die Tasche greifen. Aber Luxusausgaben sind leider kein Massenmarkt, das ist nun auch schon bei mir angekommen. Aber ich bin schon froh, wenn es gebundene Ausgaben gibt, was mittlerweile ja auch nicht mehr selbstverständlich ist.

Fazit

Ich kann jeden, der für Fantasy etwas übrig hat nur empfehlen Tad Williams zu lesen. Startet mit seiner Osten Ard Reihe, das ist ganz großes Kino, eine spannende, fesselnde und wunderschöne Reise. Für mich ein gutes Stück faszinierender und besser als Der Herr der Ringe aber das ist natürlich mein persönlicher Blick, denn man ist hier einfach in einem Premiumbereich unterwegs, wo Vergleiche eigentlich keinen Sinn mehr machen. Grundsätzlich lohnt immer ein Blick auf das Programm der Hobbit Presse des Klett-Cotta Verlags. Da landen eigentlich nur die ganz dicken Fische, da kann man eigentlich nichts falsch machen. Aber auch die anderen (Fantasy-)Bücher von Tad Williams liebe ich und kann ich euch nur empfehlen. Er weiß einfach, wie man Spannung erzeugt, erschafft wunderschöne Welten, faszinierende Völker und hat einen bildhaften Erzählstil, der die eigene Phantasie beflügelt. Einfach perfekt um abzutauchen, abzuschalten und ein richtiges Abenteuer zu erleben.

Wertung in Sternen

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Weitere Informationen rund um Osten Ard findet ihr hier sehr schön zusammengestellt.

Über die Bücher

Titel: Der Drachenbeinthron
Autor: Tad Williams
Verlag: Klett-Cotta Verlag
Übersetzung: Verena C. Harksen
Erschienen: 2010 (Neuauflage), 1988 dt. Erstausgabe
Seiten: 976 Seiten

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Titel: Der Abschiedsstein
Autor: Tad Williams
Verlag: Klett-Cotta Verlag
Übersetzung: Verena C. Harksen
Erschienen: 2010 (Neuauflage), 1993 dt. Erstausgabe
Seiten: 891 Seiten

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Titel: Die Nornenkönigin
Autor: Tad Williams
Verlag: Klett-Cotta Verlag
Übersetzung: Verena C. Harksen
Erschienen: 2010 (Neuauflage), 1996 dt. Erstausgabe
Seiten: 860 Seiten

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Titel: Der Engelsturm
Autor: Tad Williams
Verlag: Klett-Cotta Verlag
Übersetzung: Verena C. Harksen
Erschienen: 2010 (Neuauflage), 1996 dt. Erstausgabe
Seiten: 889 Seiten

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Titel: Das Herz der verlorenen Dinge
Autor: Tad Williams
Verlag: Klett-Cotta Verlag
Übersetzung: Cornelia Holfelder-von der Tann
Erschienen: 11. März 2017
Seiten: 380 Seiten

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verfasst von Tobi

    13 Kommentare

  1. Stefan Heidsiek 26. März 2017 at 12:39 Antworten

    Der Osten-Ard-Zyklus steht seit Jahren unangetastet in meinem Regal und wartet darauf gelesen zu werden. Wozu ich auch seit ebenso langer Zeit von Kollegen und Freunden aufgefordert werde. Irgendwie hat mir der Zug dazu jedoch gefehlt. Nun, mit Veröffentlichung der Fortsetzung, sollte ich vielleicht doch mal aus dem Quark kommen. Dein toller Beitrag zu Williams-Reihe könnte da jetzt den Ausschlag geben. Immer schön zu lesen, wenn sich Blogger richtig viel Zeit für ein Thema nehmen, sich Gedanken machen und dies dann noch so punktgenau transportieren können. Chapeau!

    • Tobi 27. März 2017 at 21:14 Antworten

      Lieber Stefan,

      ich kann dir nur empfehlen die Bücher zur Hand zu nehmen. Wenn man einmal damit angefangen hat, kann man ohnehin nicht mehr aufhören. Aber das ist immer das Problem, wenn man sich gleich einen kompletten Zyklus holt. Der ist dann so fett, dass man sich nicht heran wagt, weil er einen dann doch gefühlt für einige Zeit für andere Bücher blockiert. Aber die 3600 Seiten sind dann doch erstaunlich schnell gelesen, das kann ich dir sagen 😉

      Ich hoffe auf jeden Fall, ich konnte dich zur Lektüre motivieren. Tad Williams ist einfach brillant!

      Liebe Grüße
      Tobi

      • Stefan Heidsiek 29. März 2017 at 10:21 Antworten

        Lieber Tobi,

        du hast es in jedem Fall geschafft, den Zyklus in meiner eigenen Leseplanung um einige Plätze nach oben zu verschieben. Und ich denke schon, dass ich dann relativ zeitnah alle vier Bände (evtl. sogar dann die neuen dazu) hintereinander lesen werde, da bei zu großen Pausen doch oft viele Dinge verloren gehen bzw. man nicht mehr alles im Gedächtnis hat. Geht mir akut gerade (im Beispiel Fantasy) mit Patrick Rothfuss‘ „Der Name des Windes“ so. Hatte schon vor Jahren den Auftakt gelesen und dann gewartet, in der Hoffnung mir die abschließenden Bände in einem Rutsch vornehmen zu können. Leider lässt sich Rothfuss ja hier mit finalen Band der Trilogie ziemlich Zeit. Zudem warten auch u.a. noch Autoren wie Steven Erikson, George R. R. Martin und Andrzej Sapkowski im Regal. Und ich möchte nicht zu viele Reihen parallel beginnen.

        Dank Dir ist die Vorfreude auf Tad Williams jetzt jedenfalls um einiges größer!

        Liebe Grüße zurück & weiterhin viel Spaß beim Lesen
        Stefan

  2. Olaf 26. März 2017 at 14:49 Antworten

    Wirklich eine klasse Rezension. Allerdings mit einer kleinen Anmerkung: der erste Band des neuen Zyklus erscheint auch in den USA und im UK erst Ende Juni 2017.

    • Tobi 27. März 2017 at 21:11 Antworten

      Lieber Olaf,

      ah, da hab ich nicht richtig geschaut. Das was es im englischen schon gibt ist ja auch Das Herz der verlorenen Dinge. Danke für den Hinweis!

      Herzliche Grüße
      Tobi

  3. Mona 27. März 2017 at 16:56 Antworten

    Einer meiner absoluten Lieblingsreihen 😀 Du hast mir jetzt echt Lust gemacht die Bücher mal wieder rauszuholen. Ich weiß noch, dass ich beim ersten Mal lesen von „Der Drachenbeinthron“ ein Weilchen zum Reinkommen gebraucht hab, aber danach habe ich die Bücher förmlich verschlungen. Die Fortsetzungen werde ich mir definitiv auch bestellen, aber ich glaube davor muss ich die ganze Reihe mal noch mal lesen.

    • Tobi 27. März 2017 at 21:15 Antworten

      Liebe Mona,

      bei mir lag es auch schon echt lange zurück, dass ich die Bücher gelesen habe. Als ich dann gesehen habe, dass „Das Herz der verlorenen Dinge“ erscheint, musste ich auch nochmal alles lesen, weil sehr viel von der Geschichte schon vergessen war. Aber das erneute Lesen hat echt Spaß gemacht und war nicht minder spannend. Also ich kann dir nur empfehlen nochmal einzusteigen. Tad Williams ist einfach ein klasse Autor, da gibts gar nichts.

      Liebe Grüße
      Tobi

  4. Melanie 27. März 2017 at 21:39 Antworten

    Hallo,
    Du sprichst mir mit diesem Artikel echt aus der Seele. Ich liebe den Osten-Ard-Zyklus. Diese Reihe begleitet mich seit 20 Jahren. Ich habe sie bestimmt 7, 8 Mal gelesen und entdecke immer noch Neues. Ich freue mich auch schon auf „Das Herz der verlorenen Dinge“. Zur Zeit bin ich noch mit „Shadowmarch 3 – Die Dämmerung“ beschäftigt und Band 4 wartet schon im Regal. Ich finde es immer wieder faszinierend, auf wie vielen Ebenen Tad Williams‘ Werke spielen. Er ist wirklich ein Meister seines Fachs und ich mag seine Geschichten und Figuren mehr als die von Tolkien.

    Liebe Grüße,
    Melanie

    • Tobi 29. März 2017 at 22:26 Antworten

      Liebe Melanie,

      also so oft hab ich die Bücher nicht gelesen. Aber ich kann schon verstehen, dass es dich immer wieder in diese Welt gezogen hat. Das ist Tad Williams einfach gelungen. Mir geht es genauso, ich finde Tad Williams Bücher auch besser als Tolkiens Werke. Shadowmarch hat mir auch sehr gut gefallen, das will ich auch noch einmal lesen. Aber aktuell ist so viel auf dem Stapel.

      Liebe Grüße
      Tobi

  5. Martina Weber 31. März 2017 at 21:13 Antworten

    Hallo,

    ich bin seit Jahren ein großer Fan von Osten Ard und habe die alte Auflage im Regal stehen. Mich würde einfach mal interessieren, ob es zur Neuauflage auch Änderungen bei der Übersetzung gibt, oder nur das Cover geändert wurde. Seit dem Herrn der Ringe gruselt es mich, wenn ich an Neuübersetzungen von Fantasyklassikern denke.

    Viele Grüße

    Martina

    • Tobi 31. März 2017 at 23:07 Antworten

      Liebe Martina,

      einen direkten Vergleich habe ich nicht, denn es liegt ja schon sehr lange zurück, dass ich die alte Ausgabe gelesen habe. Die neue Ausgabe soll ja nochmal überarbeitet sein, aber mir ist nichts besonderes aufgefallen. Von der Sprache her hatte ich aber nicht den Effekt, den viele bei den Herr der Ringe Übersetzungen von Krege bemängeln. Ich muss gestehen, dass ich mir jetzt die alte Ausgabe als Hardcover holen würde (aktuell habe ich die Taschenbücher und eben die neue Auflage als Hardcover). Ich fand die Aufmachung der alten Bücher mit den schönen Coverillustrationen von Michael Whelan einfach viel schöner. Auch die Typographie war sehr gelungen. Also mach dir keine Gedanken, du kannst getrost bei Deiner alten Auflage bleiben, da gibt es nichts!

      Liebe Grüße
      Tobi

  6. Pingback: Die Hexenholzkrone 1 von Tad Williams 3. Oktober 2017 at 9:35

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  7. Pingback: Meet & Greet mit Tad Williams 17. Oktober 2017 at 20:25

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