Hallo, ich bin Tobi und blogge hier über Bücher und alles rund um Literatur.
KATEGORIE

Einer der besten, einflussreichsten und obendrein meiner liebsten Autoren ist Honoré de Balzac. Sein Lebenswerk ist unübertroffen, sein Einfluss auf die Literatur, die Autoren seiner Zeit, aber auch der folgenden Literaturepochen bis in die Gegenwart ist unbestreitbar. Sein Lebenswerk ist gigantisch, seine Romane damals wie heute faszinieren, unterhalten und sind voll mit philosophischer Weisheit. Einem Weitblick und einer Aktualität, die in seiner Zeit, die der französischen Restauration, aber auch in die Gegenwart passt und das menschliche Denken und Handeln auf eine abstrahierende Art porträtiert, das etwas Allgemeingültiges und Universelles hat. Als absoluter Balzac Fan stelle ich euch heute etwas ganz Besonderes vor. Heute würde man sagen, eine sehr schicke Infographik, ein Addon für sein Gesamtwerk, etwas, dass man aus einer Vorbesteller-Collectors-Edition, neben einer kleinen Balzac Sammlerfigur, fischen würde.

Beitrag weiterlesen

Seitdem ich den Atlas der abgelegenen Inseln von Judith Schalansky in seiner ganzen schmucken Pracht mir geholt habe, bin ich von der Idee besondere Orte in Form von Anekdoten und kurzen Beschreibungen vorzustellen sehr begeistert. Das Format hat etwas sehr unterhaltsames und zusammen mit einer schönen Buchgestaltung ist das ein ganz besonderer Genuss für einen entspannten Abend. Scheinbar geht es nicht nur mir so und es gibt zahlreiche Bücher, die als Atlas auftreten. Atlas der Länder, die es nicht gibt hat mich besonders aufgrund seiner schönen Aufmachung überzeugt und so musste dieses Schmuckstück einfach seinen Platz in meinem Bücherregal einnehmen. Was den Leser darin erwartet, erfahrt ihr nun hier.

Beitrag weiterlesen

Wer es sich Abends mit einem guten Buch in seinem Sessel gemütlich macht, der kommt erst einmal nicht auf die Idee, dass sein Hobby irgendwie gefährlich sein könnte. Niemand reagiert ängstlich, wenn er zu seiner Lektüre greift und auch die Versicherung verlangt keinem Aufschlag, wenn man sich als Vielleser outet. Wie ich aber nun nach der Lektüre von Petras neuem Buch Gefahren des Lesens weiß, lauern einige Gefahren auf den Lesenden, aber auch auf Autoren und Blogger. Aber eigentlich geht es in dem Buch nicht nur um die Gefahren des Lesens, vielmehr wartet es mit einem viel breiterem Spektrum auf. Worum es also wirklich geht und warum das Buch wirklich lesenswert ist, das erfahrt ihr in meiner Rezension.

Beitrag weiterlesen

Ein Buch, das mir sehr gut in Erinnerung ist, und das ich mit viel Begeisterung gelesen habe, ist der Atlas der abgelegenen Inseln von Judith Schalansky. Als ich dann im Herbstprogramm vom mare Verlag das Lexikon der Phantominseln entdeckt habe, war klar, dass ich es unbedingt haben muss. Die Idee solche außergewöhnliche Atlanten zu erstellen, haben viele andere Verlage aufgegriffen und nun gibt es vom Atlas der seltsamsten Orte der Welt bis Atlas von Weißdergeierwas eine ganze Auswahl. An das Buch von Judith Schalansky kommt da keines ran. Zumindest wenn man die Aufmachung betrachtet und um so gespannter war ich, aus dem gleichen Hause mare ein ganz ähnlich gelagertes Buch zu bekommen.

Beitrag weiterlesen

Es gibt Bücher, die sind bei mir recht lange auf der Wunschliste, weil sie beim ersten Blick nicht gleich überzeugen können. Dieses Buch hatte ich in Leipzig das erste Mal in der Hand und es hat mir beim Durchblättern sehr gut gefallen. Allerdings waren dann immer andere Bücher interessanter und vom Inhalt vielversprechender, so dass dieser kleine Atlas auf meiner Weihnachtswunschliste gewandert ist. Das Christkind hat aber auch ein zuverlässiges Händchen und so lag das schöne Stück dieses Jahr unterm Baum. Ich glaube jetzt würde ich nicht sonderlich lange zögern dieses kleine Kunstwerk mit zu nehmen, denn nach seiner Lektüre bin ich davon sehr begeistert.

Beitrag weiterlesen

Als Kind hatte ich ein Buch in dem es um einen kleinen Jungen ging. Der kletterte am knorrigen und dicken Stamm eines riesigen Baums empor, schlüpfte dabei durch Hohlräume des alten und dicken Stamms und schwang sich so in ungeahnte Höhen. Weit oben fand er sich in einem Baumhaus wieder. Keinem kleinen Bretterverschlag, sondern einem geräumigen und gemütlich eingerichteten Zimmer mit einer Küche, einem Tisch mit Stühlen und einem großen Fenster, das den weiten und unverstellten Blick, aus luftigen Höhen, auf das weite Land freigab. In meinem kindlichen Verstand hat dieses Buch mit seinen feinen Abbildungen und Skizzen unglaubliche Phantasien erweckt. Wie ich mich darin verkriechen würde, darin leben und immer darin zurückziehen könnte, frei und unabhängig von der oft schwierigen Realität des Heranwachsens. Damals war für mich ein Baumhaus in unerreichbarer Ferne, denn ich bin in einem schmucklosen Wohnblock am Stadtrand aufgewachsen und da gab es zwar Bäume, aber gleichzeitig auch Hausmeister, die mit kletternden Kindern, weit oben in Baumkronen, hart ins Gericht gingen, wenn sie diese denn einmal zu fassen bekamen (was mich allerdings nicht davon abgehalten hat zahlreiche Bäume zu erklimmen).

Beitrag weiterlesen

Seit der Lektüre von Gödel, Escher, Bach ist für mich Hofstadter in die Hall of Fame der Autoren aufgestiegen. Für dieses Werk hat der Kognitionswissenschaftler und promovierter Physiker den Pulitzer-Preis bekommen und bringt darin den Unvollständigkeitssatz von Gödel, die Bilder von M. C. Escher und die Musik von Johann Sebastian Bach in einen sehr faszinierenden Zusammenhang. Das Buch ist ein Meisterwerk das seinesgleichen sucht und so war ich natürlich sehr neugierig, als ich auf Die Analogie gestoßen bin, seinem neuestem Werk, das er zusammen mit dem Psychologen Emmanuel Sander geschrieben und Mitte letzten Jahres veröffentlicht hat. Emmanuel Sander, der zweite Autor, ebenfalls ein renommierter Wissenschaftler aus dem Bereich der Psychologie und Kognitionswissenschaften war mir vorher nicht bekannt. Wenn ich im weiteren Verlauf von Hofstadter schreibe, dann mein ich natürlich Hofstadter und Sander, denn ich will natürlich nicht Sanders Beitrag schmälern. Das geschieht nur aus Einfachheit.

Das spannende an dem Buch ist, dass es sowohl in englischer, als auch in französischer Sprache verfasst wurde. Hofstadter ist Amerikaner, Sander ein Franzose und nachdem das Themenfeld der Analogien sehr eng mit Sprache verwandt ist, ergaben sich aus diesem zweigleisigen Entstehungsprozesses des Buches weitere Erkenntnisse. Das ist auch in Die Analogie eingeflossen, wo es darum geht, das Sprachen unterschiedliche Analogien abbilden und es in jeder Sprache Lücken gibt, die wiederum in anderen Sprachen ausgefüllt werden.

Auch in Die Analogie geht es wie in Hofstadters berühmten Buch wieder um die menschliche Intelligenz, das Denken und das Selbst. Auf knapp 800 Seiten geht er hier auf eine ganz elementare Struktur des Denkens ein: den Analogien. Was sind Analogien, die Grundlage für jeden menschlichen Gedanken sein sollen?

Beitrag weiterlesen

Ich bin ein großer Fan der drei großen Ehebruchromane des 19. Jahrhunderts. Ob Emma, Anna oder Effi, ich find die drei einfach klasse und könnte auch gar nicht genau sagen wieso. Vielleicht weil es einem eben leicht fällt mit Frauen, die durch gesellschaftliche Konvention in ihrer Freiheit eingeschränkt wurden, mitzufühlen. Zumindest mit dem demokratisch geprägten Verständnis der heutigen Zeit. Alle drei Bücher (Madame Bovary, Anna Karenina und Effi Briest) habe ich auch bereits in diesem Blog rezensiert und es ist natürlich klar, dass auch Die Kunst des Ehebruchs hier besprochen werden muss.

Beitrag weiterlesen